Hinterweidenthal Gemeindefinanzen: Alle Forderungen der Aufsicht erfüllt

Wanderer, die unterhalb des Teufelstisch parken, müssen demnächst mehr zahlen.
Wanderer, die unterhalb des Teufelstisch parken, müssen demnächst mehr zahlen.

Sparen oder Einnahmen generieren – darum ging es in der Ratssitzung am Donnerstag. Ein glücklicher Zufall spielt dabei eine Rolle.

Wie Ortsbürgermeister Georg Eitel im Nachgang zur Sitzung erklärt, hat sich der Rat erfolgreich damit befasst, die Forderungen der Kommunalaufsicht zu erfüllen. Diese hatte ein Haushaltskonsolidierungskonzept gefordert. Für das Jahr 2025 müssen 25.000 Euro, im Jahr 2026 sogar 50.000 Euro eingespart werden. Der glückliche Zufall besteht darin, dass die Verbandsgemeinde für das laufende Jahr die Umlage gesenkt hat, wodurch die Gemeinde rund 34.000 Euro einspart. „Das hat uns entscheidend in die Hände gespielt, die Forderungen zu erfüllen“, so Eitel.

Wie sieht es nun für 2026 aus? Hier muss die Gemeinde an verschiedenen Stellschrauben drehen, um die geforderten 50.000 Euro einzusparen. Der Preis für das Mittagessen in der in Trägerschaft der Gemeinde befindlichen Kita „Zauberwald“ wird „moderat“ von bisher 3,60 Euro pro Essen auf 4,10 Euro ab 2026 angehoben. „Wir sind damit immer noch sehr günstig. Die meisten Essen im Landkreis kosten um die fünf Euro“, betont Eitel.

Auch die Parker im Ort werden stärker zur Kasse gebeten. Die Parkgebühren steigen von bisher 50 Cent pro Stunde auf künftig einen Euro, und für Tagestickets zahlen Auto- und Wohnmobilisten künftig statt bisher drei dann fünf Euro. Parkautomaten sind im Bereich des Erlebnisparks Teufelstisch und am Bahnhof im Bereich des Dorfparks installiert. Von dieser Erhöhung verspricht sich die Gemeinde Mehreinnahmen von rund 30.000 Euro.

Die dritte Einnahmequelle ist die Grundsteuer B für Gewerbetreibende. Diese wird auf das Nivellierungssatz-Niveau von 680 Prozentpunkten erhöht. Zum Vergleich: Die Gemeinde Hauenstein verlangt hier 900 Prozent. „Nach der Grundsteuerreform haben wir ein Defizit von rund 16.000 Euro zu verzeichnen“, rechnet Eitel vor. Dieses Loch soll damit gestopft werden.

Weitere 10.000 Euro spart die Gemeinde, indem die im Haushalt geplanten Kosten zur Aufstellung eines Bebauungsplans gestrichen werden, da es im Jahr 2026 schlichtweg keinen Bebauungsplan aufzustellen gibt.

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