Contwig
Gemeindebücherei öffnet nach erneutem Umzug am Mittwoch wieder
Im Dezember musste die Bücherei innerhalb des Rathauses den Standort wechseln, um Platz für zwei Grundschulklassen zu schaffen. Jetzt steht der nächste Umzug an: ins evangelische Gemeindehaus in der Bergstraße. „Stress ist das auf jeden Fall“, bedauert Heidrun Hiller, die Leiterin der Gemeindebücherei. „Wir hatten uns nach dem Umzug kaum wieder eingerichtet, da kam der Lockdown und danach schon wieder ein Umzug.“
Die Bücherei habe dadurch viele Kunden verloren. Außerdem hätten viele Leser, die nicht mehr kamen, auch ihre Bücher noch nicht zurückgebracht. „Es kommt schon mal vor, dass jemand vergisst, ein Buch zurückzugeben, aber bei diesen Mengen …“, sagt Hiller, die sich nach erfolglosen Aufrufen im Amtsblatt gezwungen sieht, nun ein Mahnverfahren einzuleiten.
Weniger Platz am neuen Standort
Priorität hat zunächst der Umzug. Nachdem die beiden Räume im Rathaus ausgeräumt sind, würden Bücher und Möbel in ein Zwischenlager gebracht, bis der Kindergarten aus dem Gemeindehaus ins Rathaus umgezogen ist. Erst dann könne die Bücherei wieder eingeräumt werden. Dabei werde es laut Heidrun Hiller einige Einschränkungen geben: „Im Gemeindehaus haben wir weniger Platz, die Hälfte vielleicht“, stellt sie klar. Aus diesem Grund sei es in Zukunft schwierig, Veranstaltungen wie Autorenlesungen oder Bastelnachmittage für Kinder abzuhalten. Beides stand früher regelmäßig auf der Tagesordnung der Bücherei. Auch neue Medienartikel würden vorerst weniger erscheinen, bis mehr Platz zur Verfügung steht. Überschüssige Bücher sollen auf einem ständigen Bücherflohmarkt an den Mann gebracht werden. Von den Einschränkungen nicht betroffen ist der alljährliche Lesesommer, der auch dieses Jahr wie geplant stattfinden soll.
Neben der Gemeindebücherei sind die Landfrauen Contwig von dem Umzug des Kindergartens ins Rathaus betroffen. „Wir sind heimatlos und haben keine Räumlichkeiten für unsere Veranstaltungen“, berichtet Heidrun Hiller, die Vorsitzende des Vereins. In der Zukunft erhofft sie sich Zugang zu alternativen Plätzen, beispielsweise könne man einen Kochkurs in der Integrierten Gesamtschule anbieten. Hierzu fehle allerdings die Bestätigung. „Momentan ist alles noch vage“, fasst Hiller die Situation der Landfrauen zusammen.