Hinterweidenthal Gemeinde kann kaum noch Energie sparen
„Die Gemeinde kann gar nicht mehr groß sparen“, lautet das Fazit von Ortsbürgermeisterin Barbara Schenk im Nachgang zur Sitzung. Sie wies darauf hin, dass nahezu in der gesamten Ortslage stromsparende LED-Straßenlaternen seit einigen Jahren im Einsatz sind – ausgenommen sind das Industriegebiet und das Neubaugebiet Windschlegel, wo sind zwar energiesparende Leuchten, jedoch keine LED installiert sind.
Vor der Umstellung lag der jährliche Stromverbrauch bei bis zu 120.000 Kilowattstunden (kWh). Im vergangenen Jahr wurden nur noch 43.000 kWh verbraucht, das entspricht einer Einsparung an Stromkosten von fast zwei Dritteln. Teufelstisch und Rappenfelsen werden schon länger nicht mehr angestrahlt, da die Stromleitungen marode sind. „Wären sie angestrahlt, würden wir sie ausschalten“, sagte Schenk.
Einsparpotential bei Nachtbeleuchtung
Einsparpotential sieht sie darin, dass die Nachtabsenkung der LED-Straßenbeleuchtung durch die Pfalzwerke, bisher erfolgt diese um 23 Uhr, auf 22 Uhr vorverlegt werden könne. Ob das möglich ist, wird derzeit geprüft. Außerdem ist auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses eine Photovoltaikanlage installiert. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Schary merkt dazu an, dass die Anlage seinerzeit auf CDU-Initiative installiert worden sei und die Gemeinde somit einen Teil zur Vermarktung erneuerbarer Energien beitrage. Im Dorfgemeinschaftshaus und in der Grundschule und Kita ist eine Pelletsheizung in Betrieb, die die Gebäude je nach Bedarf heizt. Die Gasheizung sei in diesem Herbst noch nicht in Betrieb gewesen, stellt Schenk fest.
Notstromaggregat auch für Hinterweidenthal
Für den Fall eines kompletten Zusammenbruchs der Energieversorgung, also eines „Blackouts“, macht sich die Ortsbürgermeisterin für die Anschaffung eines Notstromaggregates für die Gemeinde stark. Sie äußerte Unverständnis darüber, dass der Verbandsgemeinderat Hauenstein den Kauf von drei solchen Aggregaten für drei Standorte in Hauenstein abgenickt habe, die Gemeinde Hinterweidenthal jedoch leer ausgehe. „Die Verbandsgemeinde Hauenstein besteht nicht nur aus der Gemeinde Hauenstein“, merkte sie dazu an.
Bedenken wegen Holz-Verladeterminal
Diskussionen gab es über die beabsichtigte Ansiedlung eines großen Holzlagerplatzes auf einer Teilfläche der ehemaligen Tankfarm. Das rund zehn Hektar große Areal, errichtet 1955, war bis 1998 militärisch genutzt, besitzt einen Gleisanschluss an die Wieslauterbahn und ist heute ein Industriegebiet. „Wenn alle Stämme durch Hinterweidenthal auf Lkws transportiert werden sollen, wird die Lebensqualität leiden“, äußerte Schary im RHEINPFALZ-Gespräch Bedenken.
Ortsbürgermeisterin Schenk erklärte dazu, dass sich der Rat in einer der nächsten Sitzungen mit der Thematik befasse. Für die Realisierung sei eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig, über die der Rat zu entscheiden habe. Sollte sich das Unternehmen dort tatsächlich ansiedeln, sei eine separate Zufahrt notwendig. Die bestehende Zufahrt sei dafür nicht ausgelegt.
Der Erlebnispark Teufelstisch macht Winterpause. Für die nächste Saison wird ein Mitarbeiter gesucht, der auf Stundenbasis während der Saison dort arbeitet.