Contwig
Gasleck in Stambach: Anwohner evakuiert, Straße gesperrt, Strom und Wasser abgestellt
Am Mittwoch gegen 16 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in der Landauer Straße in Stambach alarmiert. Bei Bauarbeiten war eine Gasleitung beschädigt worden, und es strömte Gas aus. Die Löscheinheiten aus Contwig, Dellfeld, und Rieschweiler-Mühlbach sicherten mit Unterstützung der Feuerwehreinsatzzentrale in Contwig die Gefahrenstelle ab und kümmerten sich um den Brandschutz. Im Einsatz befanden sich 40 Einsatzkräfte mit 15 Feuerwehrfahrzeugen. Die Einsatzdauer betrug sechs Stunden.
Um 22 Uhr können die Leute zurück in ihre Wohnungen
Die Pfalzwerke als Gasversorger reparierten die Leitung und schlossen das Leck. In Teilen von Stambach wurden Strom und Wasser abgestellt. Die Polizei sperrte die Ortsdurchfahrt. Die Anwohner im Gefahrenbereich mussten ihre Häuser verlassen, und konnten erst gegen 22 Uhr in ihre Wohnungen zurück, nachdem durch Messungen sichergestellt war, das sich kein Gas in den Häusern befand.
Auslöser war ein Wasserrohrbruch, den die Werke beheben wollten. Laut Werkleiter Eckart Schwarz sollte dies eigentlich mit einem Saugbagger erledigt werden. Das ist ein Spezialgerät, das die Erde wie ein Staubsauger absaugt. Aber weil der Fahrer der beauftragten Firma erkrankt war, haben sich die Werke entschlossen, die Erde mit dem Bagger selbst aufzugraben. Dabei sei ein Teil der Erdwand abgebrochen und habe die Baggerschaufel nach unten gedrückt.
Den Baggerfahrer trifft keine Schuld
Dem Baggerfahrer sei hier kein Vorwurf zu machen, sagte Werkleiter Schwarz: „Das war unser bester Baggerfahrer, der macht das seit 20 Jahren, dem ist das noch nie passiert.“ Das Problem sei, dass die Leitungen in Stambach zwei Meter tief lägen und der Untergrund extrem schwierig sei: „Unsere Leute fluchen immer, wenn sie hören, dass wir einen Einsatz in Stambach haben.“ Wenn man aufgräbt, sehe man noch, dass dort drei Straßen übereinander gebaut wurden – „und untendrunter ist nur Matsch“. Dazu war die Erde durch das austretende Wasser aufgeweicht.
Laut Eckart Schwarz liegt dort nicht nur die Gasleitung in der Erde, sondern auch ein 20-Kilovolt-Stromkabel. Allerdings habe die Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken, der Feuerwehr und der Polizei sehr gut geklappt, so dass er sagt: „Die Zeit, in der eine echte Gefahr bestand, war relativ kurz.“
Auch ein Teil der Straße musste aufgerissen werden
Die Straße durch Stambach wurde nach dem Einsatz wieder freigegeben, aber vor dem betroffenen Haus nur halbseitig, da Teile des Gehwegs und der Straße aufgerissen wurden und nun wieder hergestellt werden müssen. Das erledigen die Werke selbst.
Da die Wasserleitungen in der Erde liegen, sieht man nicht sofort, wenn ein Rohr beschädigt ist. Laut Eckart Schwarz fällt es den Werken aber zum Beispiel am Wasserverbrauch auf, etwa wenn nachts noch viel Wasser fließt, obwohl die Leute dann schlafen.
Manchmal stellt sich heraus, dass jemand seinen Swimmingpool gefüllt hat, aber häufig ist ein hoher Verbrauch zu ungewöhnlichen Zeiten ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. In Stambach war es aber so, dass der Hausbesitzer in Urlaub war, und als er heimkam, stellte er fest, dass der Keller nass war.