Kreis Südwestpfalz Gasalarm: IGS geräumt

An dieser Stelle, unterhalb der Schulturnhalle, traf ein Bagger am Nachmittag die Gasleitung. Verletzt wurde niemand.
An dieser Stelle, unterhalb der Schulturnhalle, traf ein Bagger am Nachmittag die Gasleitung. Verletzt wurde niemand.

Gestern Nachmittag beschädigte ein Bagger bei Bauarbeiten für den Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Contwig eine Gasleitung. Gas trat aus, und die Schule wurde innerhalb von vier Minuten geräumt. Betroffen waren mehr als 500 Schüler. Es gab keine Verletzten. Das Gasleck war innerhalb von 80 Minuten geschlossen.

Knapp zehn Minuten nach der Alarmierung um 13.54 Uhr war der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Andreas Glahn vor Ort. Die Schulturnhalle der Integrierten Gesamtschule war da bereits geräumt, weil sich die beschädigte Leitung direkt unterhalb der Sporthalle befand. Glahn beschloss in Absprache mit Schulleiter Thomas Höchst, dass die komplette Schule geräumt werden soll. Allerdings konnte der für solche Fälle vorgesehene Evakuierungsplan nicht eingehalten werden. „Hätten wir diesen mit dem üblichen Alarmton in Gang gesetzt, wären die Schüler direkt in den Gefahrenbereich gelaufen“, erklärte Höchst. Zehn Lehrer, die sich mit direkten Anweisungen in die Klassenräume begaben, sorgten nun dafür, dass die Schule auf anderen Wegen geräumt wurde. Trotzdem war die IGS laut Höchst innerhalb von vier Minuten menschenleer. Die Kinder und Jugendlichen wurden über die Oberauerbacher Straße hinunter zur Hauptstraße geleitet. Die Kreisverwaltung Südwestpfalz organisierte eilig Busse, die die evakuierten Schüler vorzeitig auf den gewohnten Wegen nach Hause brachten. 80 Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr wurde das Schulhaus wieder freigegeben; eine Fachfirma hatte das Leck geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt traf Susanne Ganster, Landrätin des Landkreises Südwestpfalz, in Contwig ein. Der Landkreis ist der Träger der IGS. „Ich habe um 14.30 Uhr von dem Alarm gehört und wollte mir ein Bild von der Lage hier machen. Immerhin sind nachmittags 540 Schüler hier“, erklärte sie. Nach einer kurzen Besprechung mit Glahn, Höchst und Markus Schmidt, dem Wehrleiter der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, zeigte sich Ganster erleichtert, dass der Einsatz glimpflich ausgegangen ist. Heute soll der Schulbetrieb normal weitergehen. Die Einsatzleitung oblag während der gesamten Zeit Markus Schmidt. Er darf sich mit seinen Leuten über ein Lob der Landrätin freuen: „Es ist beruhigend zu wissen, dass in einem solchen Ernstfall absolut Verlass auf unsere Feuerwehrleute ist.“ Auch der Schulleitung sprach die Landrätin ein Kompliment aus, „weil sie vorausschauend vom ursprünglichen Evakuierungsplan abgewichen ist“. Am Einsatz beteiligt waren Wehrleute aus Contwig, Dellfeld und Käshofen. Außerdem waren der komplette Gefahrstoffzug des Landkreises, der leitende Notarzt und der organisatorische Leiter der Sanitätsdienste alarmiert worden.

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