Kreis Südwestpfalz Günstiger als geplant

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In den Sommerferien sollen in der Integrierten Gesamtschule in Contwig statt der Schüler die Handwerker täglich ein- und ausgehen. Der Kreisausschuss vergab am Dienstag Aufträge zum Umbau des bisherigen Gebäudes.

„Wir versuchen, Vieles in die Sommerferien hineinzuziehen“, erläuterte Landrat Hans Jörg Duppré in der Sitzung des Kreisausschusses in Pirmasens. Wie mehrfach berichtet, braucht die Integrierte Gesamtschule in Contwig (IGS) mehr Platz. Das bestehende Schulhaus wird umgebaut, zudem entsteht südlich des Schulgebäudes ein dreistöckiger Neubau. Erfreut stellte Heinrich Hoffmeister (SPD) fest, dass die Preise für alle drei zu vergebenden Aufträge günstiger ausfallen als in der Kostenschätzung vorgesehen. Momentan seien die Preise etwas niedriger, bestätigte Dieter Zwing, Büroleiter der Kreisverwaltung, diese positive Entwicklung aus Sicht des Landkreises. Der Kreis ist Schulträger der IGS. Der Kreisausschuss vergab den Umbau der Holz-/Alu-Fenster und der Fensterbänke an die Firma Matthias Schuster aus Vinningen. Die Arbeiten kosten 24 600 Euro. Hier war man zunächst von 61 600 Euro ausgegangen. 20 000 Euro günstiger als geplant wird der Einbau neuer Türen im bisherigen Schulgebäude. Für 54 800 Euro geht der Auftrag an die Firma BTZ-Tuer aus Enkenbach-Alsenborn. 58 000 Euro billiger werden die Trockenbauarbeiten am Altbau. Für 203 000 Euro erhält der Saarbrücker Standort des Mannheimer Unternehmens Bilflinger & Berger den Auftrag. Demnächst soll es eine Gesamtübersicht über die Baumaßnahme „Durchgängigkeit des Schwarzbaches“ geben, stellte Duppré in der Sitzung zudem in Aussicht. Es seien bereits etliche Arbeiten geleistet worden. Die Zusammenstellung soll zeigen, was bereits gemacht wurde und was das gekostet hat. Um die EU-Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen, muss der Schwarzbach im Bereich Biebermühle durchgängig gemacht werden. Am Dienstag vergab der Kreisausschuss den Auftrag, in der Nähe des Schwimmbades Biebermühle, unweit des Mitfahrerparkplatzes, die vorhandene Wehranlage und das frühere Kühlwasserzulaufbecken des ehemaligen Kraftwerks abzureißen. Störsteine werden als Stütz- und Ankersteine eingebaut, ebenso Sohlensubstrat. Ziel ist es, eine so genannte Sohlgleite zu bauen, die die Erosion auf dem Gewässergrund verhindert. Die Steine werden dazu quer zur Strömung eingebaut. Für Heiterkeit in der Sitzung sorgten die Daten zum Arbeitsmarkt, die sich auf dem bisherigen Niveau bewegen und für April 1436 Bedarfsgemeinschaften ausweisen. Der Kreisbeigeordnete Peter Spitzer wies auf den deutlichen Rückgang der nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten vom März zum April dieses Jahres hin. Dies sei nicht realen Gegebenheiten, sondern einer Veränderung in der Statistik geschuldet, die die Bundesagentur für Arbeit gefordert habe, erläuterte er. Mit Blick auf die Bundestagwahlen im kommenden Jahr erinnerte Berthold Martin (FWG) schmunzelnd an das geflügelte Wort vom fehlenden Vertrauen in Statistiken, die man nicht selbst gefälscht habe. (add/sbn)

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