Rodalben Frauenpower auf drei Kilometern: Neuer Themenwanderweg

Die Frauen des Frauenforums Südwestpfalz haben einen Themenwanderweg entwickelt, den Landrätin Susanne Ganster feierlich eröffne
Die Frauen des Frauenforums Südwestpfalz haben einen Themenwanderweg entwickelt, den Landrätin Susanne Ganster feierlich eröffnet hat.

Frauen, die die Südwestpfalz verändert haben, stehen im Mittelpunkt des neuen Themenwanderwegs „Frauen gehen ihren Weg“ in Rodalben.

„Frauen gehen ihren Weg“ – so heißt der neue Themenwanderweg, der auf einer Strecke von drei Kilometern weibliche Geschichte in der Südwestpfalz sichtbar macht. Los geht es am Waldparkplatz Rodalben an der L482 Richtung Clausen. Nach wenigen Metern informiert eine Tafel darüber, um wen es auf dem Rundweg geht: Es sind Frauen, die mit ihrer Arbeit, ihrem Mut und ihrem Einfallsreichtum die Geschichte der Südwestpfalz entscheidend geprägt haben.

Auf sieben Tafeln, die entlang des Rundwanderweges aufgestellt sind, erfahren Wanderer viel Wissenswertes über die Frauen, die sich in unterschiedlichsten Bereichen engagiert haben – als Schuhfabrikantin, im Kampf gegen Gewalt, in der sozialen Fürsorge.

Die Texte gibt’s zum Lesen und Hören

Die Mitglieder des Frauenforums Südwestpfalz, einem überparteilichen und ehrenamtlichen Gremium, haben das Projekt auf die Beine gestellt, erklärte Susanne Morsch, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Die Frauen haben die vorgestellten Personen ausgewählt, Fakten recherchiert, die Infotexte verfasst. Auf den Tafeln bieten ein griffiges Zitat, ein Foto sowie ein kurzer Text einen ersten Überblick. Wer mehr wissen will, kann einen QR-Code scannen, der auf jeder Tafel angebracht ist. Darüber gelangt man auf eine Homepage, auf der es nicht nur ausführlichere Informationen zu den abgebildeten Personen gibt, sondern die Texte auch gehört werden können. Die Frauen des Frauenforums haben sie eingesprochen.

Die Tafeln stehen auf Stelen, die das Logo der Gleichstellungsbeauftragten tragen.
Die Tafeln stehen auf Stelen, die das Logo der Gleichstellungsbeauftragten tragen.

Die Frauen können bis heute als Vorbilder dienen, sind sich die Organisatorinnen des Themenwanderweges einig. Vergessen ist ihre Geschichte nicht: „Dieses Projekt lebt“, sagte Ulrike Kahl-Jordan, die die Tafel für Sieghild Mueller vorstellte, und begrüßte deren Enkelin samt Urenkel, die zur Einweihung gekommen waren. Mueller setzte sich für Frauen ein, die Gewalt erfahren hatten und bereitete den Weg für die Frauenzufluchtsstätte in Pirmasens.

Viele helfende Hände

Der Themenwanderweg ist ein echtes Gemeinschaftswerk, das durch die Arbeit vieler helfender Hände möglich wurde, wie die Begrüßungsrede von Landrätin Susanne Ganster (CDU) zeigte, die allen Beteiligten dankte. Die Finanzierung übernahmen der Bezirksverband Pfalz sowie der Landkreis Südwestpfalz.

Für die Verbandsgemeinde Rodalben sei es eine Ehre, dass der Themenwanderweg dort verlaufe, erklärte Wolfgang Denzer (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Der Weg, unter anderem eine beliebte Joggingstrecke, habe eine hohe Frequenz und könne barrierefrei erlaufen werden.

Weibliche Geschichte sichtbar machen

Der Themenweg würdige Frauen, die mit ihrem Mut, ihrer Tatkraft und ihrer Vision ihre Umgebung geprägt haben, fasste Rodalbens Stadtbürgermeister Claus Schäfer (CDU) zusammen. Er mache weibliche Geschichte sichtbar und sei ein deutliches Zeichen für eine Gesellschaft, in der alle gleichberechtigt ihren Weg gehen können.

Einen großen Dank richtete das Frauenforum an alle Helfer: die Berufsbildende Schule Rodalben, die Schülerfirma BBS Kreativ Pirmasens, die Verbandsgemeinde Rodalben, die Stadt Rodalben, das Forstamt Westrich sowie den Offenen Kanal Südwestpfalz.

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