Kreis Südwestpfalz Fliesen, Platten, Glasbausteine

„Nicht nur die Kommune bekommt Geld, sondern auch die Privatleute“, sagt Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann. Näheres wird er in der Bürgerversammlung zur Dorfkernsanierung heute, Montag, um 19 Uhr in der VT-Turnhalle erläutern. Das Ingenieurbüro Werkplan wird das Ergebnis einer Umfrage und die privaten Fördermöglichkeiten vorstellen.
Fördergelder bekommen kann, wer ein Haus im Ortskern hat. Zu dem Gebiet gehören die Hauptstraße, der Teil der Bahnhofstraße zwischen Ampel und Hüttenstraße und die Gutenbrunnenstraße. Dazu kommen einige Seitenstraßen. Die Erhebung von Werkplan hatte ergeben, dass im 16 Hektar großen Untersuchungsgebiet 41 Prozent der Gebäude in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand und 43 Prozent in einem mittleren Zustand sind. Ebenfalls wurde festgestellt, dass viele Häuser mit nach heutigem Gesichtspunkt unansehnlichen Fliesen und Faserplatten sowie Glasbausteinen versehen sind. Im Vorfeld der Bürgerversammlung hatte das Ingenieurbüro Fragebogen verschickt. Es wurde unter anderem abgefragt, was die Eigentümer die nächsten 15 Jahre vorhaben. So sollten sie Fragen zu energetischen Maßnahmen und zur Fassadengestaltung beantworten. Die Ortsgemeinde Contwig hatte sich um die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes beworben. Anfang 2015 wurden aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ 215 000 Euro bewilligt. „Mit Werkplan aus Kaiserslautern konnten wir ein kompetentes Büro an Land ziehen“, sagte Bürgermeister Bärmann im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Dies habe schon ähnliche Projekte durchgeführt. So habe es den Alten Markt in Landstuhl umgestaltet. (urr)