Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Firma SpringDogs: Hundesport-Zubehör für Training und Wettkampf

Ist überzeugt, mit den Produkten der Firma SpringDogs eine Marktlücke schließen zu können: Geschäftsführerin Mareike Beier.
Ist überzeugt, mit den Produkten der Firma SpringDogs eine Marktlücke schließen zu können: Geschäftsführerin Mareike Beier.

Mareike Beier kommt aus dem Hundesport. Da es an passendem Trainingsgerät fehlte, beschloss sie, die Marktlücke mit einer eigenen Firma zu schließen.

Mareike Beier (32) ist seit Jahren selbst im Hundesport aktiv. Immer wieder sei ihr aufgefallen, dass das Zubehör, das es für diesen Sport gibt, nicht auf die Bedürfnisse von Mensch und Hund ausgerichtet sei. „Da fehlte immer das gewisse Etwas, um es funktional zu machen“, sagt Beier. Genau an dieser Stelle wollte sie mit ihrer Geschäftsidee ansetzen und Equipment entwickeln und produzieren, das sich genau am Bedarf orientiere.

„Ganz alleine ist so etwas schwer“, sagt Beier. Also holte sie sich für das Start-up SpringDogs mit der Firma Kaysser Heimtiernahrung aus Waldfischbach-Burgalben Unterstützung ins Boot. Die Firma Kaysser wird von den Geschwistern Konstantin und Kristin Kaysser geleitet. Konstantin Kaysser ist ebenfalls Geschäftsführer bei SpringDogs, seine Schwester Kristin Kaysser steht mit viel Fachwissen hinter dem Projekt, wie Beier umreißt.

Snackbeutel mit Magnet statt Reißverschluss

Im Januar 2024 wurde das Start-up gegründet, der Firmensitz ist in Waldfischbach-Burgalben, Beier stammt aus Zweibrücken. Ihrem ursprünglichen Ziel ist Beier seither treu geblieben: Die Spielzeuge und Trainingsgeräte, die die Firma für Hunde ab dem Welpenalter anbietet, seien ganz spezifisch auf die Hundeerziehung und das Training ausgerichtet. Dazu gehört beispielsweise ein Snackbeutel, der mit einem Magneten anstelle eines Reißverschlusses geschlossen wird und somit im Training viel praktischer zu benutzen sei, sagt Beier.

Um die Produkte bekannt zu machen, ist Mareike Beier mit einem mobilen Verkaufsstand unter anderem auf Wettkämpfen vertreten.
Um die Produkte bekannt zu machen, ist Mareike Beier mit einem mobilen Verkaufsstand unter anderem auf Wettkämpfen vertreten.

In Sachen Hundesportartikel gebe es eindeutig eine Marktlücke, umreißt Kristin Kaysser. Zwar gebe es Produkte von großen Hundefutterherstellern, allerdings seien diese nicht so speziell auf den Wettkampf und das Training ausgelegt, wie die von SpringDogs. „Wir sehen viel Potenzial, weil der Markt eigentlich nicht mit jemandem besetzt ist, der das Thema professionell aufzieht“, so Kaysser.

Produkte sind prüfungskonform

Der Vertrieb im Einzelhandel laufe über die Firma Kaysser, zusätzlich gebe es einen Onlineshop sowie einen Verkaufswagen, mit dem sie seit diesem Jahr bei Einzelhändlern, Hundeschulen und Vereinen das Sortiment vorstelle. Zudem sei sie auf verschiedenen Wettkämpfen vertreten. „Es sind die Produkte, die gefehlt haben“, sagt Beier. Etwa eine Leine, die genau das vorgeschriebene Wettkampfmaß von einem Meter erfülle. „Unsere Sachen sind prüfungskonform“, sagt Beier. Das gelte auch für die Apportel, die die Hunde bei Prüfungen apportieren müssen. Hier seien Maße und Gewicht genau vorgeschrieben.

Produziert werde weltweit, dabei werde auf natürliche, ungefährliche Materialien geachtet, betont Beier. In der Region arbeite das Start-up mit der Heinrich-Kimmle-Stiftung zusammen. Dort werden alle Holzapportel hergestellt.

Partnerschaft mit Südwestdeutschem Hundesportverband

Neben Spielzeug und Trainingsutensilien bietet die Firma auch Hundesnacks aus natürlichen Zutaten in zwei Größen an. Diese kämen vor allem in der Hundeschule zum Einsatz. Die Rezeptur sei so entwickelt worden, dass die Hunde durch die Belohnungen nicht zunehmen oder sich die Snacks negativ auf den Magen-Darm-Trakt auswirkten, erläutert Beier.

Derzeit werde deutschlandweit verkauft, allerdings sei es denkbar, den Vertrieb auf Österreich und die Schweiz auszuweiten. Bei Händlern in der Grenzregion seien die Produkte stark nachgefragt, weswegen sie über diesen Schritt nachdenke, schildert Beier. Eine große Chance sieht sie in der Partnerschaft mit dem Südwestdeutschen Hundesportverband. Auf der deutschen Meisterschaft im Bereich Obedience, zu deutsch Gehorsam, sollen die Produkte einem größeren Publikum gezeigt werden.

Personalisierte Holzprodukte möglich

SpringDogs versuche, ein möglichst breites und tiefes Sortiment anzubieten, das bedeutet: unterschiedliche Produkte, die wiederum in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Beispielsweise in verschiedenen Farben. Holzprodukte könnten zusätzlich personalisiert werden, etwa, indem ein Bild des Hundes darauf gelasert werde. Auch Namen seien in drei verschiedenen Schriftarten möglich. Bisher seien die Apportel bei Prüfungen gestellt worden, seit diesem Jahr dürften sie selbst mitgebracht werden – das Interesse an personalisierten Prüfungsstücken sei hoch.

Beier führt das Start-up derzeit im Nebenerwerb, zusätzlich betreibt sie eine Marketingagentur in Zweibrücken. Beim Aufbau einer neuen Firma sei vor allem Durchhaltevermögen gefragt – ähnlich wie beim Hundesport. Bei beidem klappe nicht immer alles so, wie man es sich gedacht habe. Derzeit werde alles, was an Umsatz hereinkomme, direkt wieder reinvestiert.

Das Ziel für die nächsten zwei Jahre haben Beier und Kristin Kaysser schon vor Augen: mit SpringDogs auf den Wettbewerben in Dänemark und Schweden vertreten zu sein. Der Hundesport habe in diesen Ländern sehr viele Anhänger, die Wettkämpfe dort seien richtig groß.

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