Kreis Südwestpfalz Feierliches Gelöbnis in Contwig

Erstmals führte das Fallschirmjägerregiment 26 gestern in Contwig ein öffentliches Gelöbnis neuer Rekruten durch. Das fand mitten im Dorf statt, auf dem Gelände der Vereinigten Turnerschaft. Etwa 300 Bürger waren dabei. Darunter befanden sich auch Bewohner des Hauses Sarepta, die, sitzend und eingehüllt in weißen Wolldecken, an der feierlichen Zeremonie teilnahmen. Die 90 Rekruten, darunter zwölf Frauen, hatten ihre Grundausbildung in der Ausbildungskompanie 26 am Standort Merzig am 3. September begonnen. Nach dem öffentlichen Gelöbnis, mit dem die Fallschirmjäger jeweils ihre Verbundenheit zur Zivilbevölkerung bezeugen, werden die jungen Soldaten an ihre jeweiligen Standorte im Regiment versetzt. „Mit Ihrem heutigen Eid bekunden Sie, liebe Rekrutinnen und Rekruten, öffentlich Ihren Willen, mit eigenem Leib und Leben für eine bessere und stärkere Ordnung einzutreten zu wollen“, hob Oberstleutnant Markus Meyer die Bedeutung ihres öffentlichen Gelöbnisses hervor. Wie wertvoll eine bessere Ordnung ist, habe sich erst in den letzten Tagen, anlässlich der Feiern zum Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren, bestätigt, so der Kommandeur des Fallschirmjägerregiments.