Rodalben / Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Förderantrag für Digitalpakt steht noch aus

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Der Landkreis hat noch keinen Antrag für die BBS Rodalben auf Gelder aus dem Digitalpakt gestellt. Worauf zuerst der Landtagsabgeordnete Alexander Fuhr (SPD) hingewiesen hat, wurde am Freitag vom Kreis bestätigt. Ein Dachantrag mit den Konzepten aller Schulen soll in diesem Monat ans Land gehen.

Die Berufsbildende Schule in Rodalben will digital werden. Schon vor der Corona-Pandemie, die Homeschooling plötzlich notwendig machte, hat die BBS im Januar ein Konzept für die Digitalisierung entwickelt. Eine Antwort vom Land habe es nie gegeben, hatte der kommissarische Schulleiter Stefan Eichenlaub gegenüber der RHEINPFALZ bemängelt. Die hat aber gar nicht kommen können, denn der Landkreis hat den offiziellen Förderantrag noch gar nicht gestellt, wie Kreissprecher Thorsten Höh auf Nachfrage mitteilte.

Manche Schulen fehlen noch

Dem Mainzer Bildungsministerium zufolge sei kein entsprechender Antrag aus der Südwestpfalz eingegangen, so Fuhr. Es habe zweimal E-Mail-Kontakt mit dem Landkreis als Träger gegeben, und dabei sei es nur um allgemeine Informationen zur Förderfähigkeit gegangen.

Kreissprecher Höh berichtete, dass der Landkreis einen Dachantrag stellen will, in dem die Konzepte aller Schulen gebündelt werden. Er bestätigte, dass die Rodalber BBS die notwendigen Unterlagen bereits im Januar vorgelegt hatte. Andere Schulen seien noch nicht so weit. „Sicherlich hat auch die aktuelle Situation um das Coronavirus die Antragstellung verzögert“, so Höh. Zudem müssten nach den Erfahrungen mit der Pandemie einige Anträge womöglich geändert werden. „Es ist allerdings beabsichtigt, den Dachantrag und die bereits vorliegenden Förderanträge im Juni zu stellen, auch wenn darin nicht alle Schulen erfasst werden“, berichtete der Sprecher.

Land zahlt auch im Nachhinein

Fuhr wies darauf hin, dass der Kreis auch im Nachhinein Fördergelder für bereits angeschaffte Ausrüstung beantragen kann, etwa für die Zugangspunkte, die der Landkreis für die Schule besorgt, um flächendeckendes Wlan zu ermöglichen. Unabhängig vom Antrag beim Land kauft der Kreis mit eigenen Haushaltsmitteln Ausrüstung, so Höh.

Der SPD-Landtagsabgeordnete nannte die Rodalber Lösung, die Hälfte der Schüler zu Hause zu lassen und per Konferenzschaltung im Unterricht zuzuschalten, „ein tragfähiges pädagogisches und organisatorisches Konzept“, das Präsenz- und Fernunterricht verknüpft. Die Höhere Berufsfachschule eigne sich zur Erprobung des Konzepts besonders, weil eigenständiges Lernen wichtiger Bestandteil der Ausbildung sei. Die erlernte Selbstständigkeit und das technische Wissen kämen den Schülern später zugute.

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