Hinterweidenthal
Essen für Kitakinder könnte bald aus eigener Küche kommen
Über die Pläne für den Kindergarten informierte Ortsbürgermeisterin Barbara Schenk den Rat am Donnerstag. Dieser signalisierte hierfür grundsätzlich grünes Licht. Sollte das Vorhaben scheitern, in der eigenen Küche zu kochen, muss eine Ausschreibung für einen Caterer erfolgen. „Wir finden das eine schöne Sache, wenn die rechtlichen Voraussetzungen stimmen“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Manfred Schary und fügte hinzu: „Es spricht nichts dagegen.“ „Es ist uns wichtig, dass die Kinder aufstehen und sagen, es hat mir geschmeckt“, betonte Schenk.
Nötig wird die Änderung, weil der bisherige Essenslieferant, die Metzgerei Groh in Münchweiler, die Essenslieferung zum Jahresende 2021 gekündigt hat und in der Vergangenheit verschiedene andere Anbieter ebenfalls das Handtuch warfen. „Unsere Küche im Dorfgemeinschaftshaus ist geeignet“, machte Schenk klar. Die Kreisverwaltung habe Zustimmung signalisiert. Prinzipiell hat jedes Kind Anspruch auf ein Mittagessen. 60 Essen durchschnittlich werden täglich benötigt. Der erhöhte Personalkostenaufwand wird mit 87,5 Prozent bezuschusst.
Eine dritte Kita-Gruppe ist Thema
Auch die Erweiterung der Kita wurde thematisiert: Eine dritte Kindergartengruppe könnte im ehemaligen Werkraum des Dorfgemeinschaftshauses eingerichtet werden. Ein Vorschlag des Architekten bei einem Ortstermin mit Kreisverwaltung und Vertretern des Landesjugendamtes stieß auf offene Ohren. Ortsbürgermeisterin Schenk machte klar, dass zur Umnutzung keine Statik geändert werden müsse. Die Kosten für die Einrichtung des Raumes sollen in einer der nächsten Sitzungen vorliegen.
In der Einwohnerfragestunde wies Bernd Becker auf „notorische Falschparker“, vor allem in der Straße Im Tal , hin. Schenk erklärte dazu, die Situation sei bekannt bei der Verbandsgemeinde. Falschparker seien zunächst durch kostenlose „Knöllchen“ auf das Fehlverhalten hingewiesen worden, zunächst ohne Sanktionen. Künftig folgten versätrkte Kontrollen, bei denen kostenpflichtige Verwarnungen drohen.
Ortsbürgermeisterin Schenk berichtete über ihre Nebeneinkünfte: als Schriftführerin beim hiesigen Männergesangverein ohne Entlohnung und als Mitglied im Kreistag, für die sie eine pauschale Entschädigung von 1200 Euro jährlich erhält.
Gemeinde spendet 3104 Euro für Flutopfer
Als Hilfe für die Flutopfer in der Verbandsgemeinde Altenahr hat die Verbandsgemeinde Hauenstein 20.000 Euro gespendet. Angeregt haben die Spendenaktion die Freien Wähler der Verbandsgemeinde. Die Gemeinde Hinterweidenthal beteiligt sich daran mit 3104 Euro; entsprechend der Einwohnerzahl werden zwei Euro gespendet. 15.000 Euro soll an die Verbandsgemeinde Altenahr gehen und 5000 Euro soll die Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler erhalten.
„Für mich sind Jugendherbergen ein reiner Wirtschaftsbetrieb, damit habe ich ein Problem“, übte Heiko Kustes Kritik an der Spende für die Jugendherberge. Der Rat einigte sich darauf, dass die von der Gemeinde Hinterweidenthal gespendeten 3104 Euro ausschließlich an die Verbandsgemeinde gehen soll. Manfred Schary merkte an, dass die Spende bereits geflossen sei, bevor der Rat überhaupt einen Beschluss habe fassen können.
Hochwasserkonzept in Arbeit
Als Lehre aus der Flutkatastrophe im Ahrtal gibt es ein jetzt ein Hochwasserschutzkonzept der Verbandsgemeinde, gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Annweiler und Dahner Felsenland. Die Konzepte sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Gemeinden schützen können. „Wir haben alle die Katastrophe im Ahrtal gesehen“, so Schenk. In Hinterweidenthal ist vor allem der Bereich der Kaltenbach und Etschberg betroffen.