Contwig Erst Energie sparen, dann Steuern sparen
Laut Bernd Hofer (Grüne), dritter Beigeordneter der Verbandsgemeinde, beauftragt die Gemeinde einen Gutachter, der die Häuser der Interessenten unter die Lupe nimmt. Der Hausbesitzer zahlt dafür nichts, die Gemeinde 15 Prozent der anfallenden Gutachter-Kosten. Für ein Quartier mit rund 4000 Einwohnern, so die Faustregel laut Hofer, kommen auf die Gemeinde 15.000 Euro zu.
Saniert ein Hausbesitzer anschließend sein Haus, so kann er laut Hofer die Kosten bis zu 15 Jahre lang von der Steuer absetzen. Vorgaben gibt es kaum, „die Sachen müssen energetisch nur besser sein als der Altbestand“, so Hofer. Ebenso stehe die Abschreibung in keiner Konkurrenz zu anderen Förderprogrammen, etwa, wenn man seine alte Ölheizung ersetzt. Heißt, die einzelnen Förderungen sind kombinierbar.
Der Gutachter könnte fast ganz Contwig und Stambach unter die Lupe nehmen, einzig die Neubauten nach 2005 am Bohnrech, Mühlberg, Ginsterweg und Weißdornweg fallen aus den Quartiersplanungen raus, ebenso alle Nicht-Wohnhäuser. Allerdings können laut Hofer bis zu drei Sondergebäude energetisch zu einem guten Preis unter die Lupe genommen werden. Als Beispiel nannte er die VT-Halle. Angenommen, ein energetisches Gutachten würde für die 10.000 Euro kosten, so müsste Contwig durch ein energetisches Quartierskonzept nur 1500 Euro zahlen. Den Rest steuert das Land bei.
Der Zeitplan sieht vor, dass der Gutachter nächstes Jahr anfängt. Im Jahr darauf können die Häuserbauer dann mit den energetischen Sanierungen starten und die Maßnahmen steuerlich absetzten.