Kreis Südwestpfalz Erschließung für 87 Euro je Quadratmeter

Der Contwiger Gemeinderat hat den zweiten Abschnitt des Neubaugebietes „Auf Mühlbach, Hinterm Bohnrech“ in seiner Sitzung am Mittwochabend auf den Weg gebracht. Einstimmig beschloss der Rat den Erschließungsvertrag mit der WVE GmbH aus Kaiserslautern und stimmte der Planung zu. 84 Bauplätze werden in dem Gebiet westlich der Oberauerbacher Straße ausgewiesen.
87 Euro je Quadratmeter müssen die Grundstückseigentümer für die Erschließung ihres Bauplatzes im Neubaugebiet „Auf Mühlbach/Hinterm Bohnrech“ bezahlen. Diesen Festpreis nannte Planer Hans-Werner Schlunz von der WVE GmbH aus Kaiserslautern. Die Lauterer Stadtwerke-Tochter erschließt nach dem bereits fertigen ersten auch den zweiten sogenannten Umlegungsabschnitt des Baugebiets westlich der Oberauerbacher Straße am nördlichen Contwiger Ortsausgang. In diesem Festpreis nicht enthalten sind die Kosten für die vorgesehene Kampfmittelüberprüfung. Bei der bereits vorgenommenen Sondierung habe es Hinweise auf mögliche Kampfmittelreste im Boden gegeben. Im Bereich des Baugebiets befand sich eine Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die in der Nachkriegszeit zerstört worden war. „Es muss sich bei den Auffälligkeiten aber nicht um Munition handeln. Das können auch Moniereisen sein, die bei der Bunkersprengung irgendwohin geflogen sind“, bemerkte Schlunz. Er geht davon aus, dass die Mehrkosten für die Untersuchung im Centbereich je Quadratmeter liegen. „Sollten wirklich Kampfmittelreste gefunden werden, kümmert sich der Kampfmittelräumdienst darum. Dadurch entstehen keine weiteren Kosten“, sagte er. WVE-Planer Wolfgang Wüst stellte die technische Planung des Neubaugebiets vor, in dem 84 Bauplätze entstehen sollen – 40 davon gehören der Gemeinde. Er erläuterte, dass über das Entwässerungssystem des Baugebietes auch das im Außengebiet anfallende Wasser abgeleitet wird. Die Kosten für die Außengebietsentwässerung trägt die Gemeinde, rund 65 000 Euro muss sie dafür aufwenden. Neu angelegt wird zur Entwässerung ein Regenrückhaltebecken mit einer Größe von 1530 Kubikmetern. Mit den beiden bereits vorhandenen ergibt sich ein Gesamt-Rückhaltevolumen von 2607 Kubikmetern. Die Zufahrtsstraßen – Fortführungen der bereits bestehenden Straßen des ersten Abschnitts – werden 7,50 Meter breit ausgebaut, die eigentliche Fahrbahn wird fünf Meter breit. Die kleineren Wohnstraßen werden 5,50 Meter breit, davon entfallen 3,50 Meter auf die Fahrbahn. Die WVE wird im Neubaugebiet auch einen Spielplatz anlegen. Zwischen 20 000 und 25 000 Euro will sie in die Spielgeräte investieren, sagte Schlunz am Mittwochabend. Mittlerweile liege der WVE eine Eigenausbauerklärung der Telekom vor, die angekündigt habe, auf eigene Kosten Fiberglasleitungen bis an die Häuser zu verlegen. Dadurch sollen Downloadgeschwindigkeiten von 100 Mbit pro Sekunde möglich sein. Am Freitag, 1. September, 19 Uhr, werden die Gemeinde Contwig und die WVE die Grundstückseigentümer in der VT-Turnhalle über die Erschließung informieren. Schlunz sagte, dass die Erschließung bis Ende 2018 abgeschlossen sein soll. Die Kosten würden von den Grundstückseigentümern erst nach dem Abschluss der Arbeiten angefordert. Nach der Abnahme der Erschließung könnten dann die Häuslebauer loslegen. Ratssplitter