Contwig Er hat geholfen, den Zweibrücker Flugplatz zu bauen
Gelernt hat der in Contwig geborene Jubilar Landwirt, aber im Nebenberuf hat er lange als Zimmermann auf Dächern gestanden. Bis er ums Jahr 1990 von einem Dach fiel und sich die Hüfte brach, wie er erzählt. Danach beschränkte er sich auf die Landwirtschaft und bewirtschaftete den Hof mit Milchvieh und Getreideanbau. Bis er 85 Jahre alt war, also bis vor fünf Jahren, arbeitete er täglich. „Wir mussten ihn auf den Traktor heben und wieder runter“, scherzt Ilona Michaeli, eine seiner beiden Töchter.
Als Josef Bärmann in den 50er Jahren anfing mit der Landwirtschaft habe es in Contwig noch rund 30 Vollerwerbslandwirte gegeben, heute hingegen gebe es nicht mal mehr eine Handvoll. Auch habe es anfangs keine Maschinen gegeben. Bärmann ist noch mit Pferden auf die Äcker gefahren, erinnert er sich.
In Contwig ist er bekannt als „Schulmeister Seppi“, ein Spitzname, den er durch die Schulmeistertätigkeit seines Großvaters im Dorf bekommen hat. Josef Bärmann hält sich durch regelmäßiges Schauen der Fernsehnachrichten und vor allem durch die tägliche Lektüre der RHEINPFALZ auf dem Laufenden, die er schon sein Leben lang liest. Urlaub war wegen der vielen Arbeit nie möglich, sagt Bärmann, und heute wünscht er sich, er hätte ein wenig mehr von der Welt gesehen. „Aber der Tag bestand aus 15 bis 16 Stunden Arbeit am Tag an sieben Tagen der Woche“, erinnert er sich an ein ausgefülltes Berufsleben, zu dem auch der Bau des Zweibrücker Flugplatzes gehört, an dem er beteiligt war zwischen 1951 und 1953.
Wie sein Sohn war auch Josef Bärmann lange Jahre Mitglied der Contwiger Feuerwehr und bis vor Kurzem auch regelmäßig bei den Treffen der Alterskameraden. Neben seinen drei Kindern gratulieren ihm heute sechs Enkel und zwei Urenkel.