Kreis Südwestpfalz Er hat einen Plan für die nächsten 17 Jahre

Philipp Schulz aus Stambach hat das beste Abitur gemacht, hier joggt er auf seiner Strecke am Ortsausgang Stambach in Richtung C
Philipp Schulz aus Stambach hat das beste Abitur gemacht, hier joggt er auf seiner Strecke am Ortsausgang Stambach in Richtung Contwig.

Es war eine nervenaufreibendes Abitur an der Gesamtschule Contwig. Nicht nur wegen des Prüfungsstresses, sondern auch, weil wegen der Corona-Pandemie alles anders ablief. Philipp Schulz hat sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, mit einem Durchschnitt von 1,2 hat er die beste Note an der IGS. Wie es weitergeht, weiß er schon.

Er hat sich bereits einen genauen Plan überlegt – und der gilt für die anstehenden 17 Jahre. Ich werde bei der Bundeswehr studieren“, erzählt Schulz im RHEINPFALZ-Telefoninterview. Genauer gesagt macht der Abiturient erst mal die Ausbildung zum Sanitätsoffizier, danach steht ein Medizinstudium an.

„Ich wollte schon immer Arzt werden. Selbst als ich noch klein war und gefragt worden bin, was ich mal werden will, hab ich das gesagt“, so Schulz. Die Idee zur Bundeswehr zu gehen, kam aber erst später. „Ich habe vor einigen Jahren erfahren, dass auch mein Opa, den ich nie kannte, Oberstabsarzt bei der Bundeswehr war. Ab da wollte ich in seine Fußstapfen treten“. Die Grundausbildung, so Schulz, startet voraussichtlich im Juli im bayrischen Feldkirchen, das ist in der Nähe der Tschechichen Grenze

Fürs Abi hat er nicht viel gelernt

Für die Abiturprüfungen, da ist Schulz ehrlich, hat er gar nicht so viel gelernt. „Ich habe aber nie viel Zeit ins Lernen investiert“, gibt er zu. Die schriftlichen Prüfungen hat er in Geschichte, Englisch und Biologie, die mündliche in Deutsch abgelegt. Sein stärkstes Fach war im Abitur Geschichte. Generell ist der Ex-Gesamtschüler, so sagt er es gegenüber der RHEINPFALZ, immer gerne zur Schule gegangen. „Zugegeben, es gab auch Tage, da hatte ich keine Lust“, so Schulz mich einem leichten Lachen.

Joggen statt schwimmen

In seiner Freizeit, wenn er also nicht gerade lernt oder sich auf die Bundeswehrausbildung vorbereitet, macht Schulz leidenschaftlich gerne Sport. „Ich geh oft schwimmen. Aber das geht jetzt gerade ja nicht“, sagt er mit Blick auf die Corona-Krise. „Dafür gehe ich jetzt oft Joggen und mache zu Hause Kraftübungen“. Zudem spielt Schulz mit Freunden oft Videospiele.

Die Abifeier ist an seiner Schule ausgefallen, das Zeugnis hat er mit der Post geschickt bekommen. „Vielleicht findet ja noch eine kleinere Feier statt, wenn ich ehrlich bin, glaube ich aber nicht daran“.

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