Waldfischbach-Burgalben
Elf Bauplätze sind zu haben
Die Bauplätze zu verkaufen, war bisher schwierig: Die notwendigen Arbeiten am Boden würden das Projekt für einzelne Bauwillige verteuern. Nachdem die Pflanzen entfernt waren, sind 13 Interessensbekundungen für die Grundstücke eingegangen. Oft waren sie verbunden mit der Maßgabe, dass die Ortsgemeinde die Flächen selbst auffüllt oder abgräbt. In vier Fällen gebe es inzwischen verbindliche Kaufanfragen, informierte Bürgermeister Michael Oestreicher (BWB). Vertreter der Ortsspitze hatten sich mit den Interessenten getroffen und gemeinsam mit der Bauabteilung der Verbandsgemeinde einzelne Bauvorhaben besprochen.
Sobald Genehmigung da ist, geht’s los
Der Gemeinderat beschloss zwischenzeitlich, dass ein Vermessungsbüro das Geländeprofil erstellen soll. Der Auftrag ist bereits vergeben. Mit der Bauaufsichtsbehörde soll geklärt werden, ob das neue Geländeniveau auf den Grundstücken Pirminiusring 42 bis 48 nach den Auffüllungen als Urgelände anerkannt wird. Wird dem zugestimmt, soll die Auffüllung geplant und der Bauantrag gestellt werden. Auch für die Bereiche, in denen Abgrabungen notwendig sind (Pirminiusring 16 und 26), soll die Baugenehmigung beantragt werden. Wenn diese vorliegt, sollen die Arbeiten beginnen, erläuterte der Beigeordnete Herbert Beihl.
Um weitere Aufträge zu vergeben, brauche die Gemeinde die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen. Darauf weist die Verwaltung hin. Für die Erstellung des neuen Doppelhaushaltes 2021/2022 fand eine Vorbesprechung statt, die Ergebnisse sind laut Bürgermeister Oestreicher in der Zusammenstellung der Fachbereiche derzeit in Arbeit.
Kleines Plus für die Gemeindekasse
Insgesamt müsse im Hirtenfeld II Boden auf knapp 4000 Quadratmetern Fläche aufgefüllt und auf rund 1600 Quadratmetern abgetragen werden. Etwa 4000 bis 8000 Kubikmeter Material würden dabei eingebracht, erläuterte Beihl (CDU). Rund 500 Kubikmeter Material habe die Firma Küntzler mal bei einem Aushub eingebracht. „Das war sehr gutes Material, deshalb sehr positiv für uns“, sagte Beihl. Damit sei im unteren Bereich aufgefüllt worden, der ohnehin nicht bebaut werden dürfe. Das habe mit der geplanten Maßnahme nichts zu tun.
Verkauft werden die entstehenden Grundstücke für 85 Euro pro Quadratmeter. Die Gemeinde geht davon aus, dass die Erlöse für die Bauplätze die Kosten für die Arbeiten am Gelände decken und ein kleines Plus für die Gemeindekasse bleibt. Falls alle Bauplätze verkauft werden. Die Käufer müssen im Vertrag bestätigen, dass sie von den Geländeauffüllungen wissen, um sicherzustellen, dass sie die Gemeinde später nicht schadensersatzpflichtig machen können.