Thaleischweiler-Fröschen Einkommenssteuer: In der Verbandsgemeinde im Mai 800 000 Euro weniger wegen Corona-Krise
Eine Steuerschätzung im Mai habe ergeben, dass den Dörfern 800 000 Euro aus der Einkommenssteuer fehlen, sagte Peifer am Dienstag in der Sitzung des Verbandsgemeinderats. Die Gemeinden erhalten einen Teil der Einkommenssteuer ihrer Einwohner als Einnahmen. Die Verbandsgemeinde wiederum bekommt von den Einnahmen der Dörfer etwas ab, die sogenannte Umlage. In der VG Thaleischweiler-Wallhalben liegt die bei 33 Prozent. Das heißt: Die Verbandsgemeinde bekommt von jedem Dorf ein Drittel seiner Einnahmen. Wenn nun insgesamt 800 000 Euro fehlen, dann seinen das im Haushalt der Verbandsgemeinde gut 250 000 Euro, rechnete Peifer um.
Außerdem habe es im Frühjahr viele Betriebe gegeben, die in der Zeit der Corona-Krise gar keine Gewerbesteuer zahlen. Allerdings seien hier Hilfen geplant, und die sollen umlagefähig sein, erklärte Peifer. Das würde bedeuten, dass zumindest manche Betriebe einen Teil der Hilfen wieder abgeben müssen, und wenn die Dörfer dadurch Einnahmen haben, bekommt die Verbandsgemeinde davon ein Drittel.
Dass Hilfen verrechnet werden, das geschieht beispielsweise auch bei dem Kinderbonus von 300 Euro, den jede Familie pro Kind bekommen soll: Der Zuschuss wird bei der Einkommensteuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet. Es bleiben also nicht in jedem Fall 300 Euro übrig. Wie Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine der Deutschen Presseagentur erläuterte, bleiben die 300 Euro zum Beispiel verheirateten Eltern nur dann in voller Höhe, wenn sie im Jahr nicht mehr als 67 800 Euro verdienen. |bfl