Kreis Südwestpfalz „Eine fertige Straße fällt nicht vom Himmel“
Die Schulstraße in Stambach wird ab nächster Woche erneuert. Dann beginnt die Zweibrücker Firma Wolf und Sofsky mit den Vorarbeiten. Der Ausbau soll ein Jahr dauern und 664 000 Euro kosten.
„Eine fertige Straße fällt nicht vom Himmel“, bat Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann auf einer Anliegerversammlung am Dienstagabend im Rathaus um Verständnis für die Dauer der Bauarbeiten. Rund 30 Betroffene waren gekommen. Die Anwohner konnten schon im Vorfeld Anregungen zum Ausbau geben. Als „unendliche Geschichte“, bezeichnete Planer Horst Wonka die Angelegenheit. Bereits seit über 25 Jahren lägen Pläne in der Schublade. Bereits Anfang nächster Woche beginnt die Zweibrücker Firma Wolf & Sofsky mit den Vorarbeiten zum Ausbau. Bei der Submission Anfang November erhielt das Zweibrücker Unternehmen den Zuschlag für die Erneuerung. Die Ausbaukosten für die 490 Meter lange Straße belaufen sich auf 664 000 Euro. Die Contwiger zahlen den Ausbau über die wiederkehrenden Beiträge, die Gemeinde bekommt für ihren Anteil Zuschüsse. Wonka, der verantwortlich für die Planung ist, sprach von einer Punktlandung bei den Kosten. Im Vergleich zu einer Kostenrechnung von 2014 sei die aktuelle Kalkulation für die gesamte Maßnahme lediglich um 700 Euro gestiegen. In drei Bauabschnitten werden an insgesamt 48 Häusern zuerst die Hausanschlüsse – Wasser-, Kanal- und Straßeneinlaufleitungen – freigelegt und erneuert. Schon dazu werden die Abschnitte für den Verkehr gesperrt. Welcher Abschnitt wann an die Reihe kommt, ist noch offen. Die Anlieger können weiterhin mit ihren Fahrzeugen ihre Garagen und Häuser erreichen, sicherte Bauleiter Thorsten Sefrin von der Firma Wolf und Sofsky zu. In manchen Fällen müsse man sich vorher absprechen. Zuerst werden die Anschlüsse im öffentlichen Bereich der Straße freigelegt, erneuert und anschließend wieder verfüllt. Dann beginnen in den jeweiligen Abschnitten die Arbeiten für die Erneuerung der Fahrbahndecke. Hierzu wird das Erdreich je nach Untergrund etwa einen halben Meter abgetragen und abtransportiert. Nach dem Einbau von Schotter erhält die Straße neuen Asphalt. Die alten Bordsteine kommen nicht mehr zum Einsatz. Die neuen Bürgersteige sind nur leicht vom Niveau der Fahrbahn abgegrenzt. |nzg