Hornbach
Ein Weihnachtsmarkt zum Durchfahren am Kloster
„Wir sind zufrieden.“ Die rund 100 Autos, die den Markt anfuhren, seien ja alle mit mehr als einer Person besetzt gewesen, sagt Franziska Lösch vom Veranstaltungsbüro des Klosters Hornbach. Sie hofft, dass sich die Aktion noch ein bisschen herumspricht.
Zwischen 13 und 18 Uhr wird – an den Adventssonntagen drei und vier – die Auffahrt zum Hotel zur Einfahrt in einen Drive-In-Weihnachtsmarkt. Dort bieten die Verantwortlichen vom Kloster Hornbach Essen und Trinken, aber auch weihnachtliche Spezialitäten wie Marmeladen und Süßwaren und Weihnachtspakete an. Dazu kommen weitere Beschicker, so bietet laut Lösch etwa eine Familie aus Hornbach Mistelzweige an, an einem weiteren Stand gibt es Wurst und Schinken zu kaufen. „Vielleicht kommt auch noch der ein oder andere Stand dazu“, so Lösch.
Das Ganze funktioniert so, dass man in einer Einbahnstraße an Buden vorbeifährt, aber auch an einer Bestelltheke Halt macht und nach der Bestellung sein Essen gebracht bekommt. Dabei bleiben die Besucher stets im Auto.
Zu Buden umfunktioniert haben die Verantwortlichen einige Gewächshäuser, die ursprünglich angeschafft worden sind, um in den Wintermonaten die Sitzmöglichkeiten draußen etwas besser zu schützen. Nun dienen sie als Verkaufsstände. „Wir wollen unseren Gästen etwas bieten, wir versuchen, aus der Situation das Beste zu machen“, berichtet Lösch. Am ersten Wochenende habe sie so in den Autos auch viele Stammgäste ausmachen können, die dafür eigens auch vom Rhein und aus Baden angereist seien. Das Feedback sei durchweg positiv gewesen.
In den vergangenen Jahren hatte das Kloster Hornbach immer am ersten Adventswochenende einen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Klosters organisiert. Die Besucherzahlen bewegten sich für Samstag und Sonntag jeweils um die 2000er-Marke, blickt Lösch zurück.
Die Idee, einen mit dem Auto anfahrbaren Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen, geht laut Lösch auf Lena Drechsler zurück, die am Kloster Hornbach eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau macht. „Wir hatten eine relativ knappe Vorbereitungszeit.“ Ursprünglich habe ein rollender Weihnachtsmarkt, mit Glühweinverkauf aus einem alten VW Bulli heraus, im Raum gestanden. Die Pläne hätten aber, auch aufgrund der Verordnungen rund um die Corona-Pandemie, verworfen werden müssen, berichtet Lösch.
Die jüngste Verordnung wirkt sich übrigens auch spürbar auf die Getränkekarte des Drive-In-Weihnachtsmarktes aus: Glühwein mit Alkohol sucht man dort vergebens. Der Ausschank von Alkohol ist im Land derzeit untersagt.