Waldfischbach-Burgalben Ein Pokal im Müll: Freiwillige befreien Natur von Abfall
Die „üblichen Verdächtigen“ fanden sich im Müll, den die Teilnehmer des ersten Dreck-weg-Tages in Waldfischbach-Burgalben aus Wald und Wiese holten: gefüllte Hundekotbeutel, kleine leere Flaschen, die zuvor mit hochprozentigem Alkohol gefüllt gewesen waren, Papiertaschentücher, aber auch Kurioses, wie ein künstlerisch gestalteter Pokal. „Leider“, bedauerte Justyna vom Hagen (BWB), die Beigeordnete der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, werde die Umwelt immer noch als Müllentsorgungsplatz verschmutzt. Für alle „Fundstücke“ hätte es kostenlose, ordnungsgemäße Entsorgungslösungen gegeben.
Das Tolle sei, freute sie sich, dass es Menschen gebe, denen ihre Umwelt am Herzen liegt. Die packten am Samstag ausgestattet mit Handschuhen, Greifzange und großen Müllsäcken tatkräftig an und räumten Müll aus der Landschaft. „Wir haben es in der Zeitung gelesen und gesagt: ,Toll, das unterstützen wir’“, sagten zwei Teilnehmerinnen, die Säcke füllten und per Handy dokumentierten, wo Umweltverschmutzer große gefüllte Müllsäcke einfach in die Landschaft geworfen hatten.
Aktion soll zwei Mal jährlich stattfinden
„Wir haben uns verschiedene Abschnitte ausgesucht und in Teams gearbeitet“, sagte vom Hagen, die den ersten Dreck-weg-Tag organisiert hatte. Vor allem in beliebten Naherholungszonen wie Moosalbwanderweg, Richtung Naturfreundehaus, im Klappertal oder auf innerörtlichen Verbindungswegen waren die Helfer im Einsatz. „Super gemacht“, freute sich David Bernhard, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat über den ersten Dreck-weg-Tag. Die CDU-Fraktion hatte beantragt, dass es solche Aktionen regelmäßig geben soll. Alle Fraktionen unterstützten das – auch durch Einsatz am Dreck-weg-Tag.
„Ein Anfang ist gemacht“, waren sich Bernhard und vom Hagen einig. Etwa 20 Helfer setzten sich für ein bisschen mehr Sauberkeit ein. Zwei Mal jährlich soll es den Dreck-weg-Tag künftig geben, der den Teilnehmern auch Spaß bereitete. Felix Leidecker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, packte mit seiner Familie an. Auch er ist optimistisch, dass sich die Teilnehmerzahl ausweiten wird. „Das muss wachsen“, waren vom Hagen und Bernhard mit dem Start sehr zufrieden.