Fischbach RHEINPFALZ Plus Artikel Ehrenamtliche helfen 9000 Kröten über die Straße

Amphibiensammlung im Faunertal.
Amphibiensammlung im Faunertal.

Die diesjährige Amphibiensammlung wurde am Ostersonntag mit Erfolg beendet. Durch die frühen warmen Tage im Januar und den regenreichen Februar ließ sich bereits früh erkennen, dass die Krötenwanderung früh starten würde, wie Sabine Eicken vom Naturschutzzentrum (NEZ) Wappenschmiede der RHEINPFALZ mitteilte.

Ein Team von über 20 ehrenamtlichen Helfern hatte im Reißler- und Faunertal die Krötenzäune aufgebaut. An einem Morgen wurden über 1100 Kröten, einige Frösche und ein paar Molche gezählt, die alleine im Reißlertal an den drei Zäunen eingesammelt und in die Seen getragen wurden. Im Faunertal ist der seit zwei Jahren neu hinzugekommene Zaun an der mit rot-weißer Leitplanke begrenzten Kurve als zwingend erforderlich etabliert worden. Alleine hier wurden in den vier Wochen der Hinwanderung 1529 Kröten, einige Frösche und Molche eingesammelt und gezählt, berichtet Eicken.

Die Helfer konnten Kröten, Fröschen, Lurchen, Molchen und einem Feuersalamander über die Straße helfen, insgesamt 9000 Tieren. „Zu diesen Zahlen kommt noch die Unbekannte hinzu, da in beiden Tälern so genannte Krötentunnel unter den Straßen durchführen, die im Bereich der Zäune von den Amphibien ebenfalls genutzt werden können“, sagt Eicken.

Geschwindkeitsbegrenzung hat geholfen

Die Rückwanderung aus den Gewässern fand maßgeblich in der letzten Märzwoche statt. Durch die folgende anhaltende Trockenheit in Verbindung mit der Kälte war die Wanderung Anfang April wie abgeschlossen. Als Gewinn wertet Eicken die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 50 in der Zeit der Wanderung. „Es wurden zwar noch viele überfahren, aber es hilft trotzdem, viele Autofahrer haben ihre Geschwindigkeit angepasst und Rücksicht auf Tiere und Helfer genommen“, sagt Eicken.

Interessierte, die bei der Amphibiensammlung helfen möchten, werden noch gesucht und können sich im NEZ Wappenschmiede bei Sabine Eicken oder bei der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung melden, Ansprechpartner ist dort Arno Sprau. Das NEZ ist zu erreichen unter Telefon 06393/993406.

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