Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Edeka-Markt für Modernisierungsmaßnahmen zwei Wochen geschlossen

Nina Korb (links) ist neue Markt-Inhaberin. Ihre Nachfolgerin als Marktleiterin ist Kerstin Würtz.
Nina Korb (links) ist neue Markt-Inhaberin. Ihre Nachfolgerin als Marktleiterin ist Kerstin Würtz.

An der Größe des Edeka-Einkaufsmarkts an der Zweibrücker Straße ändert die umfängliche Modernisierung nichts. Aber das Innere soll neuen Glanz bekommen. Bei der Erneuerung der Einrichtung dominieren Aspekte von Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit.

Damit die Umgestaltung der Verkaufsfläche nach der „neuesten Edeka-Konzeption“ zügig vonstattengehen könne, bleibt der Markt (nach Abverkauf mit Rabattaktion an den beiden Tagen zuvor) von Mittwoch, 12. Juni, bis Mittwoch, 26. Juni, geschlossen. Danach werde die Kundschaft für den letzten Donnerstag im Monat eingeladen zur „Wiedereröffnung mit einigen Überraschungen“, erzählt Inhaberin Nina Korb.

Eröffnet worden war der Markt auf dem Neuhof im Mai 2007. Zuvor war an gleicher Stelle ein Spar-Markt. Investor Manfred Schenk hatte das Gebäude an die Edeka-Zentrale in Offenburg vermietet, die sich für Markus Loew als Betreiber entschied. Seitdem führt Edeka auf 1950 Quadratmetern Verkaufsfläche an diesem Standort ein Vollsortiment aus Lebensmitteln und Non-Food-Produkten wie Haushaltswaren, Zeitschriften und Zeitungen sowie kosmetischen Artikeln.

Ehemaliger Inhaber begleitet Nachfolgerin

Die Geschäftsidee baute bei der Gründung auf Einkaufsvorzüge durch „Synergie-Effekte mit dem benachbarten Lidl-Markt und weiteren Nahversorgern“. „Diese Erwartung hat sich nach längerer Anlaufzeit voll erfüllt“, sagt Loew. Er hat im Januar nach 45 Arbeitsjahren, davon 40 in Selbstständigkeit, begonnen, sich vom Geschäft zurückzuziehen. Ein Jahr lang will er noch zwei Tage begleitend vor Ort sein. Seine Nachfolgerin Nina Korb war dahin bereits 17 Jahre als Marktleiterin für den Edeka-Markt tätig gewesen.

Sie ist als neue Inhaberin ein hohes finanzielles Risiko eingegangen. Sie ist selbstständig und voll verantwortlich für den Markt, profitiert zwar von der Edeka-Genossenschaft, ist aber auch die übliche Abnahmeverpflichtung für Produkte eingegangen. Mit Unterstützung der Genossenschaftsbank hat sie den Markt erworben und tätigt nun auch die Modernisierung. Den Betrag von 2,8 Millionen hat sie nach eigenem Bekunden dafür zu stemmen.

Erste neue Kühlungen schon aufgestellt

Wie sie das schaffen will? „Mit Produktvielfalt und attraktiven Angeboten, Wohlfühlatmosphäre durch Helligkeit, breite Gänge, Übersichtlichkeit, und Kundenfreundlichkeit“, erwidert sie zuversichtlich.

Die Umbauarbeiten haben am Rande schon begonnen: mit dem Aufstellen und Anschließen der neuen umweltfreundlichen Kühlung aus schrankähnlichen Elementen.

Die Metzgerei, beliefert von der Metzgerei Braun aus Konken (Kreis Kusel), erhält im Zuge des Umbaus eine neue Theke. Sie fällt etwas kleiner aus, weil Edeka seine Weinabteilung vergrößert und das Sortiment aufstockt. Neu möbliert wird auch die Bäckerei, zu der – ähnlich wie beim Discounter – ein Back-Shop zur Selbstbedienung dazukommt. Wichtiger Baustein bleibt die Frischeabteilung mit Obst und Gemüse, weitgehend bestückt mit Erzeugnissen regionaler Hersteller.

Neue Selbstscan-Kassen

Zusätzliche Leergutautomaten sollen aufgestellt und die Anzahl der Kassen erhöht werden, um das Anstehen in einer Schlange zu vermeiden. Es gibt außer den vier Bedienkassen künftig drei Selbstscan-Kassen.

Mit der Modernisierung ändert der Edeka-Markt seine Öffnungszeiten. Von 7 bis 21 Uhr kann hier eingekauft werden, die Bäckerei öffnet schon um 6 Uhr und bietet Frühstück an.

Der Edeka-Markt in Rodalben beschäftige aktuell „knapp 70 Mitarbeiter“ auf 36 Vollzeitstellen, sagt Nina Korb.

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