Battweiler
Dorfflohmarkt: Bilanz der Teilnehmer fällt gemischt aus
Am Samstag zwischen 9 und 14 Uhr hatten die Teilnehmer ihre gebrauchten Waren angeboten, meist vor dem eigenen Haus, im Hof oder der Garage. Die Idee dazu hatte der Verein „Battweiler verbindet“. Christa Bellaire in der Lindenstraße war recht zufrieden mit der Resonanz – für sie war die Mitwirkung an einem Flohmarkt Premiere. „Elektrosachen, alte Dinge, Modeschmuck, Nintendo-Spiele und Lego waren sehr gefragt“, berichtet sie.
Um die 15 Kunden hatte sie schon bis zur Mittagszeit vor ihrem Haus, wo sie – wie viele andere Anbieter auch – zusätzlich Kaffee und Kuchen zugunsten des Ronald-McDonald-Hauses an den Homburger Unikliniken angeboten hat. Bellaire hatte auch gleich einen Verbesserungsvorschlag, falls es eine Neuauflage des Flohmarktes geben sollte: Eine zentrale Lage – etwa in der Konrad-Loschky-Halle – wäre ihrer Meinung nach besser, als die Stände vor den einzelnen Häusern aufzubauen.
Zwei Männer verhalten sich aggressiv
Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren unterschiedlich: Während manche viel verkauft hatten und sich der halbe Tag auf der Straße für sie gelohnt hatte, waren andere weniger zufrieden. Gemischt waren auch die Erfahrungen mit dem Publikum. So warnten sich Standbetreiber gegenseitig vor zwei jungen Männern, die aggressiv und wiederholt an den gleichen Ständen mit penetranten und unrealistischen Preisverhandlungen negativ aufgefallen waren.
Einen sehr angenehmen Eindruck hinterlassen haben dagegen bei Sabine Zimmer vom ausrichtenden Verein zwei aus Flensburg stammende Besucher. Das Paar war mit zwei roten, zu Wohnmobilen umgebauten ehemaligen Feuerwehrfahrzeugen nach Battweiler gekommen. Laut Zimmer haben die beiden den Dorfflohmarkt im Internet entdeckt und – weil sie Flohmärkte liebten –, Battweiler in die Route ihrer Deutschlandreise aufgenommen.
Einnahmen-Spanne von 6,50 bis 120 Euro
Überhaupt hätten die erfreulichen Begegnungen zahlenmäßig bei weitem überwogen, so Zimmer, die viel Resonanz von Standbetreibern und Besuchern erhalten hat. Sie selbst hatte allerdings gegen Mittag erst 6,50 Euro Umsatz gemacht, während ihre Standnachbarin bereits mehr als 120 Euro eingenommen hatte – was ihren positiven Eindruck von der Veranstaltung aber nicht schmälerte.
Ob der Flohmarkt noch einmal stattfinden wird, werde mit den Vereinsmitgliedern erörtert. „Wir machen ja vieles zum ersten Mal“, betonte die Mitorganisatorin. Während das Dorfpicknick „ein Griff ins Klo“ gewesen sei, habe man kürzlich mit der Genusswanderung einen Volltreffer gelandet. Zimmer: „Wir besprechen das mit allen Beteiligten. Dann sehen wir weiter und entscheiden demokratisch, ob wir es noch einmal machen – und wenn ja, in welcher Form.“