Kommentar Die Zeichen der Zeit nicht erkannt

Für jeden gilt wohl in nächster Zeit, Energie zu sparen.
Für jeden gilt wohl in nächster Zeit, Energie zu sparen.

Die Tragweite der Energiekrise wird vom Hauensteiner Rat verkannt. Es wird auf keinen Fall reichen, ein paar Laternen auszuschalten.

Wer am Donnerstag in der Hauensteiner Gemeinderatssitzung war, konnte den Eindruck gewinnen, dass da in der nächsten Zeit ein gewisser Druck zum Energiesparen kommen dürfte. Von einer veritablen Energiekrise war da aber nichts zu merken. Da wurde diskutiert, ob nicht doch die Weihnachtsbeleuchtung angeschaltet werden soll und bei den alten Straßenlaternen sollte erst mal abgewartet werden, bis die ein oder andere den Geist aufgibt. Der Winter wird aber energetisch eine absolute Ausnahmesituation produzieren und wenn nicht alle richtig fett Energiesparen, werden die Lichter komplett ausgehen.

Vom Ausbau der eigenen Energieproduktion war nichts zu hören. Das dümpelt wohl irgendwo in der Verwaltung rum, obwohl seit Jahresbeginn bekannt ist, dass etwas getan werden müsste. Die Balkonkraftwerke für die Bürger sollen in der nächsten Werksausschusssitzung mal besprochen werden. Was die Energiefresser Schuhmuseum und Bürgerhaus betrifft, ist nichts zu hören. Stattdessen gibt es nur Schriftverkehr mit dem Denkmalschutz, den Fotovoltaik-Elemente stören.

Die Verwaltungsmühlen mahlen im üblichen Tempo, vielfach sogar langsamer, da Personal fehlt und die Hauensteiner können sich mit der Erkenntnis trösten, dass es ringsum ähnlich gemächlich zu geht. Es wird auf einen milden Winter gehofft und wahrscheinlich glaubt jeder, dass die Holzhaufen hinter seinem Haus schon reichen werden.

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