Kreis Südwestpfalz Die Uhr zeigt nicht nur den Katholiken die Zeit an

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In den nächsten beiden Jahren sollen an der Knopper katholischen St. Barbara-Kirche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Architekt Hermann Held aus Contwig schätzt die reinen Baukosten auf rund 180 000 Euro. Auch eine Turmuhr an drei Seiten ist im Gespräch.

Nachdem die Arbeiten rund um die Labacher Kirche abgeschlossen sind, möchte Pfarrer Bernhard Selinger von der Pfarrei Martinshöhe, zu der Knopp-Labach gehört, die nächste Baustelle eröffnen: die Knopper Kirche soll runderneuert werden. Die Überprüfung der Elektroanlage habe ergeben, dass hier besonders Handlungsbedarf besteht „Das Bischöfliche Ordinariat in Speyer wird die Arbeiten mit einem Grundzuschuss von 50 Prozent finanzieren. Ich hoffe aber auf mehr Geld“, so der Pfarrer. Architekt Held hat in einem Katalog die notwendigen Arbeiten aufgelistet. Die gesamte Fassade einschließlich Turm sollen eingerüstet werden, die verputzte Fassade gesäubert, die Risse geschlossen und schließlich das Mauerwerk neu gestrichen werden. Das mit Asbestzementschiefer gedeckte Turmdach bedürfe mitsamt den Rinnen einer Erneuerung. Der Blitzschutz sei zu überarbeiten und zu ergänzen. Der Planer: „Die unteren Regenfallrohre werden ausgetauscht, ebenfalls die äußeren Profile der Fenster. Anschließend wird neu eingedichtet.“ Da die Elektronik „völlig desolat“ sei, müsse sie komplett ersetzt werden. „Man muss sehen, dass die Tür zu ist, damit keiner daran herumfingert und zu Schaden kommt“, erklärt der Architekt. Auch die Bankheizungen und die Innenbeleuchtung bedürften einer Erneuerung. „Es sind werterhaltende Maßnahmen und keine Verschönerungsmaßnahmen“, betont Hermann Gries, Knopper Vertreter im Verwaltungsrat der Bruder-Konrad-Stiftung. Nach der präzisen Vorplanung von Held und der zu erwartenden Zustimmung aus Speyer gehe er davon aus, dass die Arbeiten bereits dieses Jahr in Angriff genommen werden können. „Wenn noch Geld da ist, streichen wir die Kirche auch innen neu an“, so der Knopper. Er weist noch auf eine Besonderheit von Knopp-Labach hin: „Der kleine Ort hat zwei katholische Kirchen.“ Nämlich die mittelalterliche Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Labach und die 1912 in Knopp erbaute barockisierte Kirche St. Barbara. „Durch die Pastoralreform sind nun die beiden Gotteshäuser gleichwertig“, erläutert Gries. „Vor 2016 war Knopp eine Filiale von Labach. Für die Mutterkirche gab Speyer 50 Prozent Zuschuss, für die Filialen 30 Prozent.“ Ein besonderer Wunsch von Selinger ist es, wieder eine Turmuhr anzubringen. Vier Vertiefungen aus vergangener Zeit sind vorhanden. Die Seite zum Tal ist jedoch durch das hohe Kirchendach verdeckt. So sei es sinnvoll, nur auf drei Seiten Zifferblätter anzubringen. Für Gries fällt das Ansinnen unter die Rubrik Verschönerung. Der „Luxusartikel“ müsse mit der politischen Gemeinde Knopp-Labach besprochen werden, da das Bistum dafür wohl keinen Zuschuss gewährt. „Die Uhr zeigt schließlich nicht nur den Katholiken die Zeit an“, so Gries. Laut Gemeindestatistik sind mit Stand Ende Januar 2014 von den 469 Einwohner Knopp-Labachs 81 Prozent römisch-katholisch und zwölf evangelisch. Bereits vergangenes Jahr stand in der Gemeinde eine große Sanierung an: Die Friedhofsmauer um die Labacher Kirche wurde von Juli bis Oktober für 150 000 Euro saniert, wobei es Zuschüsse gab (wir berichteten zuletzt am 30. Dezember). Auch hier hatte Hermann Held die Bauleitung. Die Arbeiten hatte die Firma BBR aus Eppelborn übernommen, die demnächst auch den Wasserhochbehälter in Winterbach sanieren wird (Bericht unten). (urr)

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