Winterbach
Die Ratgeber-Autorin Jacqueline Schilling hat einen eigenen Buchverlag gegründet
Die Idee zum eigenen Verlag hatte Jacqueline Schilling, so verrät sie im RHEINPFALZ-Telefoninterview, bereits vor zwei Jahren. Seitdem liefen auch schon die Vorbereitungen. „Ich hab’ selbst eine psychologische Praxis und auch schon zwei Ratgeberbücher geschrieben“, sagt Schilling. Beide sind in ihrem Verlag bereits erschienen. Im Buch „Ich-Regie“ verrät Schilling, wie man zum Regisseur seines eigenen Lebens wird, im anderen Werk „Gedanken-Regie“ schildert die Verlags-Chefin, wie man etwa seine eigenen Gedanken steuert und Einfluss auf das eigene Befinden nimmt.
Bald erscheinen Ultra-Kurz-Romane
„Im Verlag gibt es pädagogische, medizinische und psychophilosophische Inhalte“, erklärt Schilling. Wie die Textform ist, spielt keine Rolle. „Wichtig ist nur, dass es wertvolle Inhalte sind“, sagt sie. Wenngleich im Verlag bisher nur Bücher von der Chefin selbst erschienen sind, hat sie bereits ihren ersten Fremd-Autor an der Strippe: Ein Literaturwissenschafts-Student, der sogenannte Ultra-Kurz-Romane schreibt, verrät sie. „Der hat auch seinen ganz eigenen literarischen Stil“, macht sie neugierig.
Ein Verlag sei aber weit mehr Arbeit als nur das bloße Veröffentlichen von Büchern. Beispiel: Schilling musste sich in die Arbeit mit Lektoren einarbeiten, ins Vertriebssystem, ins Steuerwesen und ins Vertragswesen, etwa zwischen Verlag und Autor. Zudem vergeht vom Manuskript bis hin zum fertigen Buch ein langer Weg.
Ein Verleger macht mehr als Bücher veröffentlichen
So steht etwa die Konzeptarbeit an, es müssen ein Buchtitel und ein Cover entwickelt werden, es wird diskutiert, welche Form das Buch aufweist, dann muss eine Druckerei gefunden werden und schließlich der Vertrieb geklärt werden. „Das ist sehr viel Arbeit“, so die Verlags-Chefin. Bisher leitet sie den Verlag in Eigenregie, Mitarbeiter hat sie keine. „Aber ich hab einige Punkte an externe Firmen ausgelagert“, sagt sie.
Namensgeber des Verlages ist der antike Philosoph Ammonius. Er steht auch für die Philosophie und Weltanschauung Schillings und des Verlages: „Ammonius war sehr liberal und hat die Ganzheit aller Philosophen und deren Meinungen betrachtet.“ Und eben so denkt auch Schilling und auch dafür steht ihr Verlag. „Ich würde auch gerne neue pädagogische Wege zeigen, dafür fehlt mir aber noch ein Autor“, fügt sie hinzu.
Die Winterbacherin selbst hat noch weitere Werke in der Pipeline. Auch deshalb sei es gut, dass sie ihren eigenen Verlag hat, um ihre Titel gebündelt unter einem Dach zu veröffentlichen. Bisher habe sie nur positive Resonanz für ihre Arbeit bekommen. Ein Grund: „Ich gehe in meinen Büchern weiter als andere Ratgeber, weil ich eben den psychologischen Hintergrund habe.“