Battweiler/Winterbach Der sonnige Sonntag und der weiße Schnee heben die Stimmung nach dem trüben Dezember

Eine Erinnerung an den Herbst: Auf einem Baum in Hengstbach hängt noch ein übrig gebliebener Apfel.
Eine Erinnerung an den Herbst: Auf einem Baum in Hengstbach hängt noch ein übrig gebliebener Apfel.

Am Wochenende mit strahlend blauem Himmel und einer leicht weiß gepuderten Landschaft herrschte Ausflugswetter. Hinzu kam eine gesunde, frische Luft mit Dauerfrost, die die Bewohner der Sickinger Höhe tief durchatmen ließ. Viele haben diese belebende Stimmung nach den langen trüben Tagen des Dezembers für einen Wanderausflug in die Natur genutzt.

Am Montag haben Luise Michel und Mathilde Sieber aus Battweiler das Sonnenwetter um die Mittagszeit genutzt, um sich „die frische Luft um die Nase wehen zu lassen“, wie es Michel ausdrückte. „Es war einfach notwendig, einmal vor die Tür zu gehen, um sich durchzulüften“, sagte Sieber erleichtert.

Erste Ausläufer des spanischen Winters scheinen von Montagnacht auf Dienstag unsere Region erreicht zu haben. Bis in die Morgenstunden war erstmals in diesem Winter mehr als zehn Zentimeter Schnee gefallen. Die Feldflur und der Wald waren bis zur Mittagszeit unter einem weißen Flausch verborgen. Weniger Freude hatten die Autofahrer mit der feuchten Schneedecke. Die rollenden Verkaufswagen des Metzgers aus Bechhofen und des Bäckers aus Martinshöhe schafften es am Dienstag nicht wie sonst üblich, ihre Dörfer in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und Thaleischweiler-Wallhalben anzufahren.

Niederschläge reichen nicht

Doch noch immer fehlt dem Wald und der Feldflur ausreichend Feuchtigkeit. November und Dezember haben nicht die erforderliche Niederschlagsmenge gebracht. Der November war mit einer Regenmenge von nur 30 Litern deutlich hinter seinem Soll. Der Dezember konnte mit immerhin rund 100 Litern trotzdem nicht für den notwendigen Ausgleich sorgen. Bis zur Weihnachtswoche am 21. Dezember hatten einige Wetterbeobachter vor Ort nur eine Regenmenge von bis zu 25 Litern gemessen.

Bis zum Jahresende kamen doch noch gut 75 Liter Regen dazu, was unbedingt notwendig war. Der Rhein hatte Anfang Dezember Niedrigwasser, sodass die Schifffahrt schwerwiegend beeinträchtigt war. Bei Kaub und der Loreley war der Pegelstand auf 88 Zentimeter abgesunken, was man sich in dieser Jahreszeit kaum vorstellen könne, meint Landwirt Klaus Schwuchow aus Winterbach. Er freut sich wie sein Nachbar Jörg Klein über die derzeitige Schneedecke.

Das Schmelzwasser werde alles dem Erdreich zugute kommen, denn kein Tropfen gehe verloren, freuen sich die Landwirte. Auch bisher könne man nicht klagen, da der Regen immer so sanft nieder gekommen sei, dass er im Erdreich versickerte. „Trotzdem waren auch bei uns die Bäche bis Weihnachten fast ohne Wasser, was dramatisch ist, denn wir müssen dringend unseren Grundwasserspiegel auffüllen“, sagt Landwirt Werner Veith aus Battweiler. Die Trockenheit dürfe sich nicht bis ins Frühjahr fortsetzen, denn dann werde es sofort wieder Wachstumsprobleme beim Grünland und der Aussaat geben. Der bisherige Wetterverlauf sorgt bei den Landwirten noch nicht für Entspannung.