Kreis Südwestpfalz Den Dörfern bleibt mehr Geld

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Die Dörfer der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land müssen nächstes Jahr voraussichtlich weniger von ihrem Geld abgeben als dieses Jahr: Die Verbandsgemeinde will ihre Umlage senken. Der Hauptausschuss stimmte gestern einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung muss der Verbandsgemeinderat treffen.

Die Umlage ist Geld, das die Verbandsgemeinde von den Dörfern bekommt, weil sie für sie Verwaltungsaufgaben übernimmt. Dafür nimmt sie einen gewissen Prozentsatz der Einnahmen der Gemeinden. In Zweibrücken-Land lag der die letzten Jahre bei 34 Prozent, nun soll er auf 33 Prozent sinken. Für die Dörfer bedeutet das, dass sie weniger Geld von ihren Einnahmen abgeben müssen. Nach den derzeitigen Schätzungen hat Contwig dann 44 000 Euro mehr, Bechhofen 18 000 Euro, Hornbach 12 000 Euro, Dellfeld 11 500 Euro und Althornbach 10 500 Euro. Das sind die fünf Dörfer mit den höchsten Einnahmen, etwa durch die Gewerbesteuer und die Anteile an der Einkommenssteuer der Einwohner. Kleinere Gemeinden mit weniger Einwohnern und weniger Betrieben haben auch geringere Einnahmen. Bei ihnen macht der eine Prozentpunkt, um den die Umlage gesenkt werden soll, weniger aus. So sollen Walshausen und Großbundenbach nächstes Jahr 2700 Euro sparen, Dietrichingen und Rosenkopf 3000 Euro. Bei den übrigen Orten sind es zwischen 3600 und 6200 Euro. Insgesamt bleiben den Gemeinden knapp 150 000 Euro mehr, als wenn der Umlagesatz bei 34 Prozent bliebe. Möglich ist die Senkung, weil die Gemeinden nächstes Jahr mehr Geld haben – unter anderem weil sie vom Land mehr Geld bekommen, gut eine halbe Million Euro mehr. Die Gemeinden sparen aber nicht nur den einen Prozentpunkt Umlage, sie haben auch höhere Einnahmen als im Vorjahr. Und hiervon profitiert auch die Verbandsgemeinde: 2018 bekam sie von den Gemeinden 34 Prozent der Einnahmen, die damals 13,4 Millionen betrugen. Das waren am Ende 4,5 Millionen. Nächstes Jahr will die Verbandsgemeinde nur noch 33 Prozent, aber 33 Prozent von 14,6 Millionen, da die Einnahmen ja steigen sollen. Das sind dann 4,8 Millionen, also 300 000 Euro mehr. Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker fand, das sei „ein freudiger Anlass“. Ein Umlagepunkt sei nächstes Jahr „so hoch wie nie zuvor“. Zum Vergleich: 2004 hatten die Gemeinden Einnahmen von 7,1 Millionen, also die Hälfte dessen, was nächstes Jahr erwartet wird. Damals entsprach ein Umlagepunkt 71 000 Euro. Der Umlagesatz lag bei 43,5 Prozent, und die Verbandsgemeinde nahm dadurch etwas über drei Millionen Euro ein. 2019 sind es bei einem Umlagesatz von 33 Prozent 4,8 Millionen – über die Hälfte mehr.

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