Kreis Südwestpfalz Dellfeld: Bahnübergang wird ab Freitag gesperrt

Der Bahnübergang wird komplett erneuert. Am 21. Dezember soll die neue Anlage in Betrieb gehen.
Der Bahnübergang wird komplett erneuert. Am 21. Dezember soll die neue Anlage in Betrieb gehen.

Der Bahnübergang in Dellfeld ist ab Freitag bis Mitte November für Autos gesperrt, weil die Bahn ihn komplett erneuert. Von Freitagabend bis Sonntagabend werden die Züge zwischen Falkenbusch und Pirmasens durch Busse ersetzt. Die Arbeiten am Übergang selbst sollen bis 30. November abgeschlossen sein. Die komplette Anlage soll am 21. Dezember in Betrieb gehen. Das teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage mit.

Der Bahnübergang bekommt eine neue Schranke, neue Lichtzeichen und eine neue Stromversorgung. Die Bahn wechselt auch das Gleis am Übergang aus: neue Schwellen, neue Schienen und neuer Asphalt. Dafür muss die Strecke voll gesperrt werden, weil die Zeiten, in denen keine Züge fahren, zu kurz sind, um die Arbeiten zu erledigen. Außerdem wird der Übergang gesperrt, „um der Baufirma bestmögliche Bewegungsfreiheit gewähren zu können“, wie die Bahn schreibt. Gleichzeitig verlegt die Bahn neue Kabel am Bahnübergang und an der Strecke. Der Bahnübergang wird von Freitag bis 15. November für den Verkehr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer sollen ihn ab Montagmorgen wieder überqueren können.

Einrichtung einer mobilen Ampel

Nach der Pause am Wochenende fahren ab Montagmorgen auch wieder Züge auf der Strecke. Der Übergang wird dann mit einer mobilen Ampel samt Schranke gesichert, die ein Mitarbeiter bedient. Er übernimmt diese Aufgabe auch weiter bis kurz vor Weihnachten, wenn die neue Anlage in Betrieb gehen soll. In den Nächten auf Dienstag und Mittwoch arbeiten die Instandhaltungsmannschaften, wie die Trupps heißen, auch am Haltepunkt Rieschweiler, wo sie Unebenheiten im Schotter beseitigen und den Belag ausbessern.

Die Schranke verursachte Probleme

Wenn der Bahnübergang erneuert ist, dürfte auch ein Problem gelöst sein, das immer wieder besteht: Die Schranke funktioniert nicht mehr richtig. Im Sommer 2015 hatten sich Anwohner beschwert, dass die Schranke nicht mehr öffnet und das Signal ununterbrochen bimmele. Die Bahn vermutete damals, dass sich Jugendliche an die Schranke hängen und das System dadurch abstürzt. Die Bundespolizei nannte eine zweite mögliche Ursache: technisches Versagen durch die Hitze. Die Erfahrung zeige, dass die Bahnübergangsanlagen in heißen Sommern immer wieder ausfallen. Ab Sommer 2017 ging die Schranke nicht immer zu, wenn ein Zug herannahte. Im November schilderte Bürgermeisterin Doris Schindler dem Rat, dass Zugführer aus Richtung Falkenbusch kommend bis kurz vor die Schranke heranfahren, anhalten, aussteigen und die Schranke mit einem Schlüssel schließen. Die Bahn wisse, dass die Schranke defekt ist, finde aber den Fehler nicht. Ende November teilte die Bahn auf Anfrage mit, dass der Fehler behoben sei.

Ähnlich in Contwig

Ein ähnliches Problem gibt es seit Jahren am Bahnübergang in Contwig. Dort öffnet sich die Schranke oft nicht mehr, nachdem ein Zug durchgefahren ist. Auch das sorgt für Probleme: Zum einen bilden sich Warteschlangen, zum anderen umfahren Autos die beiden geschlossenen Halbschranken, und Fußgänger laufen über den Bahnübergang, weil sie wissen, wann die Züge planmäßig fahren. Hat ein Zug jedoch Verspätung könnte das gefährlich werden.

Info

Am Wochenende fahren zwischen Dellfeld und Pirmasens keine Züge. Sie werden durch Busse ersetzt. Die Ersatzbusse erreichen Pirmasens Nord und Pirmasens Hauptbahnhof 13 bis 16 Minuten später als die ausfallenden Züge. In der Gegenrichtung fahren die Busse zwölf bis 17 Minuten früher in Pirmasens und Pirmasens Nord ab, um in Falkenbusch zur vollen Stunde die planmäßigen Züge in Richtung Saarbrücken zu erreichen. Betroffen sind auch die Haltepunkte Rieschweiler, Höhmühlbach und Thaleischweiler-Fröschen. Die Haltestellen der Busse liegen nicht immer direkt an den Bahnhöfen. Die Busse nehmen keine Fahrräder mit. Einen genauen Fahrplan findet man im Internet unter bauinfos.deutschebahn.com

x