Kreis Südwestpfalz Dauerbaustelle bis zur Autobahn

Die Ampelkreuzung auf der Landesstraße nach Neustadt wird durch einen großen Kreisel ersetzt. Baubeginn ist noch dieses Jahr.
Die Ampelkreuzung auf der Landesstraße nach Neustadt wird durch einen großen Kreisel ersetzt. Baubeginn ist noch dieses Jahr.

«Landau.» Die Stadt Landau hätte gerne einen schnelleren Bau-Ablauf gehabt, aber daraus wird nichts: Der Umfang ist zu groß, die Abläufe sind zu komplex. Bis 2025 wird es dauern. Ziel sei es, die Baustelle stets befahrbar zu halten, damit es keinen Ausweichverkehr in die Stadt oder die Vororte gibt, erläuterte Richard Lutz, der kommissarische Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Speyer vor dem städtischen Bauausschuss. Gebaut wird in zwei großen Abschnitten und Etappen: Zuerst von der Anschlussstelle der K 13/Godramsteiner Straße, die zu einer vollwertigen Auf- und Abfahrt ausgebaut wird, bis zur A 65. Die Arbeiten beginnen noch in diesem Jahr. Leicht zeitversetzt, 2019 bis 2025, wird südlich von Godramstein gebaut. Der Anfang ist unspektakulär: Ein 6000 Kubikmeter fassendes Regenrückhaltebecken zwischen Godramstein und Innenstadt, südlich der Bundesstraße, das zunächst in den Weinbergen geplant war, wird in der Queichniederung gebaut. Außerdem werden zwei Brücken (Heidweg und L 512 nach Nußdorf) über die Bundesstraße abgerissen. Zwei weitere (Nußdorfer Weg und Oskar-von-Miller-Straße) sind 2020 an der Reihe. Mit dem kompletten Neubau der Brücken würden Engstellen und knappe Durchfahrtshöhen vermieden, sagte Lutz. Es könnten vollwertige Standstreifen und stoßmindernde Leitplanken nach dem Stand der Technik montiert werden. Noch in diesem Jahr beginnt auch der Umbau der Ampelkreuzung im Norden Landaus (Foto), wo die B-10-Abfahrt auf die L 512 in Richtung Edesheim trifft. Dort ist ein großer Kreisel geplant. Außerdem soll es zwei weitere B-10-Auf- und Abfahrten geben, mit deren Bau 2019 begonnen wird. Damit der Verkehr auf der L 512 trotz Kreiselbaus fließen kann, muss die K 13 in Richtung Dammheim gesperrt werden. Der Verkehr wird sowohl über Walsheim, Knöringen und Essingen umgeleitet als auch über die B 10, die Anschlussstelle Landau-Nord und die B 272. Der LBM plant, den Anschluss von Dammheim an die B 272 so umzubauen, dass man gesichert nach links abbiegen kann. Ab 2019 werden aus drei Fahrspuren auf der B 10 zwei: Beide Fahrtrichtungen müssen sich mit der nördlichen Fahrspur begnügen. Dann kann die südliche Fahrbahn verbreitert werden. Anschließend werden beide Fahrtrichtungen auf die provisorische südliche Fahrbahn gelegt, damit die beiden nördlichen Fahrtstreifen (in Richtung Pirmasens) und der Mittelstreifen komplett hergestellt werden können. 2021 kommt aller Verkehr auf die neuen nördlichen Fahrbahnen und die beiden südlichen Fahrtstreifen werden endgültig hergestellt. Sechs bis acht Jahre Bauzeit seien da insgesamt schon erforderlich, sagte Lutz. 2020 geht es auch los mit dem Bau von Lärmschutzwänden, die bei Godramstein und dem Stadtteil Schützenhof geplant sind. Sie sollen im Jahr 2021 fertig werden. Lutz nannte es einen Glücksfall, dass auf der B 10 bis dato nicht mehr passiert sei. Er warb für den Ausbau zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Lastwagen führen bisweilen mit Tempo 100, Überholer entsprechend schneller. Die riskanten Überholvorgänge auf der bisher nur dreispurigen Strecke gehörten künftig der Vergangenheit an, der Mittelstreifen sorge für mehr Schutz. Die Stadt Landau hängt sich an die LBM-Projekte an und vergrößert ihren baumbestandenen Kreisel Nord, über dessen mangelnde Leistungsfähigkeit die Unternehmen am nördlichen Stadtrat schon lange klagen. Die Planung für einen vierspurigen Kreisel soll bis Mitte des Jahres stehen. Ralf Bernhard, Leiter der Abteilung Mobilität, hofft, spätestens Anfang 2020 Rechtskraft für dieses Projekt zu haben.

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