Hornbach
Das ist der zweite Streich des Pfälzer Wimmelbuch-Autors
Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass der Pfälzer Autor Stefan Hitschler sein erstes Wimmelbuch herausgebracht hatte. „Wir wimmeln uns durch die Pfalz“, lautete damals der Titel. „Wir sind damit in ein Vakuum gestoßen, weil es davor schlicht noch kein anderes Pfalz-Wimmelbuch gab“, sagt Hitschler im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Die Nachfrage nach dem bunten Buch sei enorm gewesen, erinnert sich der Autor. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen – und vor allem zahlreiche Stimmen, die sich eine Fortsetzung gewünscht haben.“
Diesen Wunsch der Fans hat Stefan Hitschler nun erfüllt. Bereits im vergangenen Jahr setzten sich der Autor, seine Illustratorin Diana Lazaru sowie die Verleger Anja und Kai-Uwe Lippler zusammen. Lazaru ist in Hitschlers Augen ein „künstlerisches Chamäleon“, weil die Zeichnerin ihre Buch- und Magazinmotive in unterschiedlichsten Stilen abbilden kann. Schon nach kurzer Zeit war klar: Alle Beteiligten hatten riesengroße Lust, ein zweites Pfalz-Wimmelbuch auf den Weg zu bringen.
Er hat viele neue Pfälzer Schauplätze gefunden
Für die neue Ausgabe mussten allerdings andere Pfälzer Schauplätze gefunden werden. „Unser Ziel ist es, dass jeder Pfälzer etwas im Buch entdeckt, das er kennt oder mit dem er etwas verbindet“, erklärt der Initiator. Entsprechend hat er die Motive seiner Wimmelbilder auch diesmal wieder quer über die gesamte Pfalz verteilt – von der Vorder- bis zur Westpfalz. Insgesamt acht Orte in der Region sind in Band zwei zu entdecken: auf sieben großformatigen doppelseitigen Wimmelbildern sowie in einer Szene auf der Buchrückseite.
Eines der Motive zeigt keinen konkreten Ort, sondern ein echt Pfälzer Thema: eine traditionelle Weinstube. „Diese Weinstuben sind einfach ein Stück Pfälzer Lebensgefühl“, sagt Hitschler. „Aus alten Scheunen und Nebenbauten wurden gemütliche kulinarische Hotspots für Klassiker wie Saumagen, Leberknödel, Bratwurst oder Flammkuchen – und all die Geschichten, die sich dort abspielen.“
Mit dem Burgherrn vier Stunden gesprochen
Drei der neuen Motive zeigen Szenen aus der Westpfalz. Eine davon spielt in Zweibrücken. „Dort gibt es eine große Tradition mit Pferden und Rosen“, hat Hitschler erfahren. Daher fiel seine Wahl auf die Rennwiese. „Da kann man unglaublich viel Dynamik darstellen.“ Auf dem Wimmelbild tummeln sich allerlei galoppierende Pferde, begeisterte Zuschauer – und sogar ein „PS-Pferderennen“, also das nicht minder traditionelle Grasbahnrennen, das von Pferdestärken in einem etwas anderen Sinn lebt.
Eine andere Szene führt zur Burg Lichtenberg im Landkreis Kusel. „Ich habe mich sehr intensiv mit den einzelnen Orten beschäftigt und gezielt Kontakt zu Menschen vor Ort gesucht“, erzählt der Autor. Auf Burg Lichtenberg habe er sich fast vier Stunden lang mit dem Burgwart unterhalten. „In diesen Gesprächen habe ich viele kleine Details erfahren, die später in die Wimmelbilder eingeflossen sind.“ So ist im Buch unter anderem eine Mittelalter-Rockband zu sehen, die auf der Burg gerade ein Musikvideo dreht. „Tatsächlich wird die Burg Lichtenberg oft von Bands wie Saltatio Mortis für Musikvideos genutzt“, berichtet Hitschler.
Wimmelbuch erstmals auch auf Englisch
Die anderen Motive im zweiten Band sind die Kleine Kalmit bei Ilbesheim, das Karlstal bei Trippstadt, das Frankenthaler Strohhutfest, der Gemüsegarten Pfalz sowie das größte Naturschutzgebiet der Region: die Hördter Rheinaue. Auch die beliebten Elwetritsche – die berühmten Pfälzer Fabelwesen – sind wieder mit dabei und verstecken sich auf jedem Bild. Neu hinzugekommen ist eine humorvolle Leberwurst-Jagd: Ein Dalmatiner-Hund verliert gleich zu Beginn seine Pfälzer Leberwurst – stibitzt von einem frechen tierischen Pfalz-Bewohner. Der Dalmatiner versucht auf jeder Seite, seine Leberwurst zurückzuerobern.
Der zweite Band erscheint zusätzlich mit einem englischen Umschlag unter dem Titel „Wimmelbook Palatinate“. „Wir haben festgestellt, dass der erste Band von unseren Fans in die große weite Welt verschenkt wurde“, erklärt der Verleger Kai-Uwe Lippler. So fand das Pfalz-Wimmelbuch bereits seinen Weg nach Skandinavien, in die USA und bis nach Neuseeland. „Und allein im Raum Kaiserslautern leben über 60.000 Amerikaner – da lag es nahe, auch eine englische Ausgabe herauszugeben.“
Schon im ersten Wimmelbild-Buch hatte Hitschler bekannte Pfälzer Orte dargestellt – darunter den Landauer Wochenmarkt, den Altschlossfelsen in der Südwestpfalz, das Hohe-Loog-Haus bei Neustadt, die Klosterruine Limburg in Bad Dürkheim und natürlich das Fritz-Walter-Stadion auf dem Kaiserslauterer Betzenberg.
Die Bücher
Beide Pfalz-Wimmelbücher sind im Buchhandel sowie online erhältlich und kosten jeweils 19,99 Euro. Der erste Band trägt die ISBN 978-3-948880-18-7, der zweite Band die ISBN 978-3-948880-27-9. Die englischsprachige Version des zweiten Bandes ist mit der ISBN 978-3-948880-25-5 versehen.
