Kreis Südwestpfalz Das feuerrote Löschmobil
Mit „Mussigg unn Disco“, also mit Martinshorn und Blaulicht, hielt am Montagabend das neue Tanklöschfahrzeug der Käshofer Feuerwehr Einzug in die Gemeinde.
Nachdem Wehrführer Andreas Schumacher und sein Stellvertreter, Brandmeister Philipp Bäcker, das nagelneue, rund 260 000 Euro teure Fahrzeug, Typ TLF 4000, im Werk im österreichischen Rankweil abgeholt hatten, ging es auf die rund fünfeinhalbstündige Überführungsfahrt. Vor Käshofen machten beide halt und trafen sich auf einem Parkplatz mit Feuerwehrkameraden, die unter Führung von Hauptputzmeister Walter Hüther das Feuerwehrauto noch einmal säuberten, wienerten und schmückten. Anschließend ging es mit besagten Sondersignalen durch die Gemeinde, bevor die Wehrleute und die Dorfbewohner das glänzende Prunkstück auf dem Festplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus in Empfang nahmen, klatschten und viele Fotos machten. Das TLF 4000 fasst – wie der Name es schon sagt – 4000 Liter Löschwasser. Plus 500 Liter Schaum. Es verfügt über einen Wasserwerfer mit 70 Meter Wurfweite, einen Stromerzeuger, eine Hochleistungslüfter, eine Motorkettensäge, Material zur Verkehrsabsicherung und zur Waldbrandbekämpfung. Es löst ein 37 Jahre altes Magirus-Deutz-Modell ab. Die Indienststellung des Feuerwehrautos wird noch eine Weile dauern, denn zuerst müssen die Wehrleute auf dem neuen Fahrzeug geschult werden. „In Contwig hat das etwa ein Vierteljahr gedauert“, wusste Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker, der vor Ort war und zusammen mit dem ehemaligen Wehrführer Egon Gilbert einen symbolischen Schlüssel überreichte. „Ich hoffe auf wenige Einsätze“, sagte Gundacker. Ortsbürgermeister Klaus Martin Weber ging nach eigenen Worten „das Herz auf“, als er das feuerrote Mobil auf den Festplatz einbiegen sah. Seine Gemeinde sei ebenso stolz auf das neue Löschfahrzeug wie die sehr engagierten Käshofer Feuerwehr-Kameraden, sagte er. |mml