Horbach
Dank Steuerplus rückt Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses näher
Die Schätzungen des Gewerbesteueraufkommens für die beiden vergangenen Jahre lagen unter dem tatsächlichen Ergebnis. Auch in diesem Jahr zeichnen sich höhere Einnahmen ab – trotz Corona. „Wir können nur hoffen, dass wir auf diesem Gewerbesteuerniveau bleiben“, sagte der Kämmerer der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, André Gundacker. Auch wenn das für die Gemeinde bedeutet, dass Geld, das auf der einen Seite in Form von Gewerbesteuern zufließt, auf der anderen Seite wieder gestrichen wird. Denn aufgrund der Steuermehreinnahmen erhält Horbach keine Schlüsselzuweisungen vom Land mehr.
Wie sich Corona letztlich auswirken wird, bleibt abzuwarten, sagte Gundacker. Bei den für die Gemeinden wichtigen Anteilen an der Einkommensteuer gab es schon eine Korrektur nach unten. 27.000 Euro weniger als im November 2019 kalkuliert, fließen nach der neusten Schätzung vom Mai in die Horbacher Gemeindekasse. Es sei davon auszugehen, dass bei der nächsten Steuerschätzung im November noch einmal nach unten korrigiert wird, befürchtet Gundacker.
Was das Großprojekt Hallensanierung anbelangt, teilte Horbachs Bürgermeister Walfried Schäfer bei der Ratssitzung am Mittwoch mit, dass sich die Planer für Umbau und Gestaltung sowie energetische Sanierung treffen werden, um mit der Arbeit zu beginnen. Erstes Ziel sei es, in den nächsten Monaten einen Gesamtplan zu erstellen, um Zuschussanträge stellen zu können.
Investitionen in Kindergarten könnten Thema werden
Es bleibe abzuwarten, sagte Gundacker mit Blick auf die Nachbargemeinden, ob nicht auch Horbach in den Kindergarten investieren muss, um den neusten gesetzlichen Betreuungsvorgaben gerecht zu werden. In den Nachbarkommunen sind große Investitionen geplant. In Waldfischbach-Burgalben wird neu gebaut, in Schmalenberg prüft man Neubau oder Erweiterung, und in Hermersberg und Höheinöd wird erweitert.
Bevor die Halle zum Top-Thema wird, gilt es erst einmal, die Sanierung des Treppenaufgangs an der unter Denkmalschutz stehenden katholischen Kirche umzusetzen. Hauptsächlich wegen dieser Arbeiten musste sich der Rat mit einem Nachtragshaushalt befassen. 75.000 Euro sind eingestellt, um die – mit Blickrichtung Kirche – linke Stützmauer neu aufzubauen. Dabei wird auf ein Nagelsystem gesetzt, das es ermöglicht, die bestehende Mauer standfest zu erhalten. Die rechte Mauer steht zwar noch sicher, ist aber ebenfalls sanierungsbedürftig. 23.500 Euro sind eingestellt.