Kreis Südwestpfalz Dörfer sind so schlau wie vorher

Placeholder-Image

Das Projekt „Smart Villages Rheinland-Pfalz – Dörfer zukunftsfähig und effizienter gestalten“ ist ins Stocken geraten. Es ist ein 2015 vom Mainzer Wirtschaftsministerium angestoßenes Projekt, bei dem Dörfer möglichst intelligent mit Energie umgehen sollen. Im Zweibrücker Land machen Bechhofen, Großsteinhausen, Kleinsteinhausen, Riedelberg und Rieschweiler-Mühlbach mit.

„Bisher ist keine Information bekannt, ob und wie es mit dem Projekt weitergeht“, teilt die Kreisverwaltung Südwestpfalz auf Nachfrage mit. Die Kreisverwaltung sei „von Anfang an rein als Koordinator tätig“ gewesen, schreibt die Behörde. Im Oktober 2015 sei das Projekt „Smart Villages“ („Schlaue Dörfer“) den Bürgermeistern im Landkreis vorgestellt worden. 20 Gemeinden hatten ihr Interesse bekundet, darunter aus dem Zweibrücker Land Bechhofen, Großsteinhausen, Kleinsteinhausen, Riedelberg und Rieschweiler-Mühlbach (wir berichteten zuletzt am 10. Februar). „Der Landkreis Südwestpfalz war damit der am zweitstärksten vertretene Kreis in Rheinland-Pfalz“, berichtet Ulla Eder, die Sprecherin der Kreisverwaltung. Die Gemeinden sollen die Energiewende und den Klimaschutz auf dem Land vorantreiben. Nach einem Workshop und einer Abschlussveranstaltung im Mainzer Wirtschaftsministerium Mitte Januar ist wenig passiert. Die Landesregierung hatte mit dem Projekt das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier/Umweltcampus Birkenfeld beauftragt. „Bei der Abschlussveranstaltung wurde durch die Kreisverwaltung die Frage aufgeworfen, ob und wie das Projekt weitergeführt wird“, teilt Eder mit. Dies sei damals „grundsätzlich bejaht“ worden, allerdings ohne eine konkrete Angabe. Nach der Landtagswahl im März seien die Ressorts umverteilt worden, der Bereich Energie wurde vom Wirtschafts- ins Umweltministerium verlagert. Wie es nun mit den „Smart Villages“ weitergeht, ist nicht bekannt. Heino Schuck, Bürgermeister von Rieschweiler-Mühlbach, bestätigt das. „Wir haben unser Interesse bekundet, aber viel passiert ist seither nicht“, sagt er. Ihm sei klar, dass man sich in der Sache „intensiv bemühen“ müsse, allerdings fühle er sich mit seinem Bürgermeisterjob „schon gut ausgelastet“. Im Landkreis haben laut Kreisverwaltung zwölf Gemeinden − darunter auch besagte fünf aus dem Zweibrücker Land − erklärt, dass sie weiterhin mitmachen wollen. Laut Kreisverwaltung ist das aber nur mit „professioneller Unterstützung möglich“. Deshalb will die Behörde Anfang 2017 bei der Landesregierung anfragen, „inwieweit diesbezüglich eine weitere Förderung möglich ist“, erklärt Eder. |bld

x