Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Contwigs neuer Pfarrer war ein Computer-Pionier

„Hier in Pirmasens geht’s mir super, die Kirchengemeinde ist Zucker, es gibt keinen einzigen Grund, hier wegzugehen“, sagt Pfarr
»Hier in Pirmasens geht’s mir super, die Kirchengemeinde ist Zucker, es gibt keinen einzigen Grund, hier wegzugehen«, sagt Pfarrer Uwe Beck. Trotzdem möchte er noch mal was Neues ausprobieren.

Uwe Beck aus Pirmasens wird ab 1. Januar Pfarrer der protestantischen Gemeinden Contwig und Stambach. Er ist Notfallseelsorger und Dekanatsjugendpfarrer, und er war vor Jahrzehnten „der erste Pfarrer in der Pfalz mit Computer“.

Nach 28 Jahren verlässt Pfarrer Uwe Beck Pirmasens und kommt als Nachfolger von Pfarrerin Silke Gundacker zum 1. Januar nach Contwig und Stambach. Ein Wechsel, motiviert durch den Wunsch, „noch mal etwas Neues anzufangen“, wie Beck sagt.

„Hier in Pirmasens geht’s mir super, die Kirchengemeinde ist Zucker, es gibt keinen einzigen Grund, hier wegzugehen. Aber man kann ja auch mal was Neues ausprobieren“, begründet der 57-Jährige seinen Wechsel. Immer häufiger habe er sich dabei ertappt, von „früher“ zu sprechen und von „damals“, das habe ihm schon zu denken gegeben. Zehn Jahre blieben ihm noch bis zum Ruhestand, da mache es Sinn, einen Neustart zu wagen, zumal er sein ganzes Pfarrerleben bislang an der Pauluskirche in Pirmasens verbrachte, so Beck. Außerdem freue er sich nach 28 Jahren in der Stadt „aufs Land, auf die Dorfgemeinden“.

Als Notfallseelsorger im Ahrtal

Dass die Kollegen im Umkreis enger zusammenarbeiten wollen, komme ihm, der sehr gerne im Team arbeite, ebenfalls gelegen. Die meisten habe er schon kennengelernt, so auch Pfarrerin Suse Günther, die wie er im Ahrtal als Seelsorgerin unterwegs war. Beck ist Koordinator der Notfallseelsorge in Pirmasens und hat „auch Einsätze in Zweibrücken, Contwig und Käshofen gehabt.“ Das Gebiet überlappe sich. Auf jeden Fall wolle er als Notfallseelsorger aktiv bleiben, aber nicht als Leiter eines Teams, betont Beck.

Auch mit seinem Faible für Musik wolle er sich an seiner neuen Wirkungsstätte einbringen. „Ich mache gerne Musik und habe gerade an St. Martin Trompete gespielt“, erzählt Beck, der in Bad Bergzabern aufwuchs. Derzeit spiele er im Posaunenchor der Stadtmission Pirmasens und wolle nach seinem Umzug beim Posaunenchor der Stadtmission Zweibrücken mitmachen. Angefragt worden sei er auch schon, Andachten und Predigten im Rahmen des Kanzeltausches in anderen Gemeinden zu halten.

Eine unsichtbare Grenze zwischen Pirmasens und Zweibrücken

In Zweibrücken sei er öfter gewesen, lässt Beck einfließen, „obwohl zwischen Pirmasens und Zweibrücken ein unsichtbarer Limes durchläuft“. Sehr gerne habe er mit Kindern zu tun, er sei nicht umsonst Dekanatsjugendpfarrer, so Beck: „Ich mache gerne Kindergottesdienst, und bin gerne mit den Konfirmanden unterwegs.“ Beck hat selbst drei erwachsene Söhne, seine Ehefrau Karin arbeitet als Ärztin im städtischen Krankenhaus in Pirmasens. „Ihre Arbeitsstelle ist für sie auch von Contwig aus erreichbar“, versichert Beck. Ins Contwiger Pfarrhaus habe sich seine Frau „auf Anhieb verliebt“, er finde es nicht minder schön und ansprechend. Ihr Hund wird mit einziehen, kündigt Beck an.

Überhaupt, die Westpfalz habe es ihm angetan, hier fahre er auch gerne Rad. Als Hobbys nennt der neue Contwiger Pfarrer die „üblichen Pfarrerhobbys“, er lese gerne und er koche gerne. Englische und allgemein britische Literatur begeisterten ihn, aber auch alles über jüdisches Leben, seine Bandbreite sei groß, die Klassiker gehörten ebenso dazu.

Ihn interessiert „alles mit Technik“

Außerdem interessiert ihn „alles mit Technik“. „Vor Jahrzehnten war ich der erste Pfarrer in der Pfalz mit Computer. Ich war schon früh mit digitalen Medien unterwegs, heute ist das jeder“, blickt Beck zurück. In Contwig und Stambach treffe er auf „engagierte Kirchengemeinden, die stolz auf ihre Aktivitäten sind“. Er werde versuchen, die Gemeinden „gut weiterzuführen“, verspricht Beck.

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