Kreis Südwestpfalz Contwig will sehen, wann und wo am meisten gerast wird

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Etliche Contwiger Vereine können sich auf Geld von der Gemeinde freuen. Der Rat verteilte in seiner Sitzung am Donnerstag knapp 10 000 Euro auf Vereine in Contwig und Stambach. Außerdem will die Gemeinde eine Tafel zur Geschwindigkeitsanzeige kaufen. Die Auswertung soll als Grundlage für Kontrollen der Polizei dienen.

3400 von 3500 Euro hat die Gemeinde noch für die Jugendförderung ihrer Vereine übrig, teilte Bürgermeister Karlheinz Bärmann in der Ratssitzung mit. Sieben Vereine haben Zuschüsse aus diesem Topf beantragt, so Bärmann weiter. Er schlug vor, das Geld anteilig der Jugendlichen in den Vereinen zu verteilen. Der Verein mit den meisten Jugendlichen soll auch das meiste Geld bekommen. Dem stimmte der Rat einstimmig zu. Die meisten Jugendlichen (283) sind bei der VT Contwig aktiv. Der Verein bekommt auch das meiste Geld aus dem Topf: 1950 Euro. Schlechte Nachrichten hatte Bärmann indes, was weitere Zuschüsse betrifft. Für den SC Stambach und die VT Contwig seien 16 000 Euro im Haushalt vorgesehen gewesen. „Die Kommunalaufsicht hat der Gemeinde aber alle freiwilligen Leistungen gestrichen“, teilte Bärmann am Donnerstag mit. Das heißt, es gibt kein Geld für die beiden Vereine – zumindest nicht alles auf einmal. Laut Bärmann hat die Gemeinde noch 6500 Euro für die Sportförderung im Haushalt stehen. „Die werden wir nicht verfallen lassen, sondern aufteilen“, kündigte der Bürgermeister an. 5000 Euro soll der SC Stambach bekommen, 1500 Euro die VT. „Im nächsten Haushalt werden wir weitere 10 000 Euro für die Sportförderung einstellen, so dass die Vereine über zwei Jahre verteilt doch noch auf die ursprüngliche Summe kommen“, sagte der Bürgermeister. Der Rat stimmte dieser Lösung einstimmig zu. Einstimmig wurde auch der Kauf einer Anzeigetafel für die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos beschlossen. Diese soll an bestimmten Punkten wie den Ortseingängen oder an Schulen und Kindergärten aufgestellt werden. Die Messungen der Tafel können statistisch ausgewertet werden. So kann die Gemeinde feststellen, ob und zu welchen Uhrzeiten schneller als erlaubt gefahren wird. Anhand dieser Daten werde die Polizei dann die entsprechenden Punkte kontrollieren. Bärmann erhofft sich dadurch „eine erzieherische Maßnahme für den ein oder anderen“. Da die Gemeinde aus rechtlichen Gründen keine solchen Tafeln aufstellen und auswerten darf, wird sie dem Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land zur Verfügung gestellt – unter der Bedingung, dass die Tafel ausschließlich in Contwig und Stambach aufgestellt wird. Nach einstimmigen Beschluss des Rates sollen künftig auch entlang der Oberauerbacher Straße Häuser gebaut werden dürfen. Allerdings nur in einem kleinen Bereich und auch nur innerhalb der bereits vorhandenen Bebauung – nach aktuellen Plänen erfüllen drei Grundstücke diese Voraussetzungen. Wie Bärmann berichtete, stammt der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Schiller- und Oberauerbacher Straße aus dem Jahr 1959 und erlaubt lediglich Häuser hin zur Schillerstraße. Die Häuser, die beim Aufstellen des Plans bereits hin zur Oberauerbacher Straße standen, durften stehen bleiben. Den Plan von 1959 hob der Rat in Teilen auf.

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