Kreis Südwestpfalz
Contwig: Ortsgemeinderat bevorzugt Straßenausbau ohne Schnörkel

Die Tränkgasse in Contwig wird ohne große Schnörkel ausgebaut. Darauf einigte sich der Gemeinderat bei der Vorstellung der Entwurfsplanung. Für Ende Oktober ist eine Einwohnerversammlung vorgesehen, bei der Pläne zum Ausbau der Tränkgasse und der Frühlingstraße vorgestellt werden.
Für Parkplätze oder gar eine Bepflanzung reiche der Platz in der schmalen Straße einfach nicht aus, informierte Planer Michale Heger vom Ingenieurbüro Werk-Plan in Kaiserslautern, der die Entwurfsplanung vorstellte. Auf Bordsteine will man verzichten, eine Muldenrinne soll für die Entwässerung und optische Abtrennung zum Bürgersteig sorgen. „Damit wird es für Nutzer eines Rollators oder für Mütter mit Kinderwagen wesentlich einfacher, die Straßenseite zu wechseln“, sagte Heger. Da der Lastverkehr zur Kläranlage durch die Tränkgasse rollt und die Verkehrsbelastung recht hoch ist, wird die Straße mit Asphalt versehen. Betonpflastersteine werden auf dem Gehweg verlegt.
In der Frühlingstraße reichen private Grundstücke teilweise bis zur Straßenmitte, hat das Planungsbüro festgestellt. Derzeit sei die Verwaltung im Gespräch mit den Anliegern. Da auch hier Lastverkehr rollt, wurde ebenfalls die Variante mit Asphalt, Betonpflaster auf dem Gehweg und Muldenrinne gewählt. Damit das Straßenbild einheitlich wird, soll das gleiche Pflaster wie in der Blumenstraße verwendet werden, das in dunkelbrauner Farbe unempfindlich ist.
Im Zuge der städtebaulichen Sanierung werden die Werke in beiden Straßen neue Wasserleitungen verlegen, Hausanschlüsse austauschen. In der Frühlingstraße wird auch die Gasleitung neu verlegt. Bei der Einwohnerversammlung sollen Anlieger der Tränkgasse angesprochen werden, ob auch bei ihnen der Wunsch nach einem Gasanschluss besteht. Die Arbeiten für den Straßenausbau sollen Ende des Jahres ausgeschrieben werden, so dass Baubeginn im Frühjahr wäre. Der Straßenausbau wird über wiederkehrende Beiträge finanziert.
Idee: Kneipp- als Planschbecken
Zwei Planungsvarianten hatte das Ingenieurbüro für den Waschplatz ausgearbeitet. Beide werden noch in den Fraktionen und im Bauausschuss besprochen, da die Räte eine Kombination aus beiden Plänen bevorzugen. Beide Varianten sehen vor, dass die Mauern mit Holz verkleidet werden, Bänke sollen den Aufenthalt angenehmer machen. Die Kneippanlage kann wegen des versiegten Brunnens nicht mehr in Betrieb genommen werden. „Das Becken kann zum Spielen für Kinder genutzt werden“, riet der Planer. Dafür sollen Trittsteine angebracht werden, Wasser soll mittels Pumpen vom Schwarzbach geholt werden. Eine weitere Brücke sowie die neue Pflasterung von Wegen sieht die zweite Variante zusätzlich vor. Volker May (SPD) bat darum, abzuklären, ob ein Holzsteg zum Wasser ohne Geländer zulässig wäre. Thorsten Betz (SPD) vermisste Tische zu den Bänken und Holzliegen und riet, den Pflegeaufwand zu beachten: „Unsere Mitarbeiter kommen so kaum nach.“ Außerdem soll abgeklärt werden, ob das Kneipp- als Spielbecken genutzt werden kann, wenn das Wasser keine Trinkwasserqualität hat. „Das wurde beim Wasserspielplatz gefordert“, gab Betz zu bedenken.
„Sprungschanze“ entfernt
Am Stambacher Höfchen hatte sich am Bahnübergang eine Art „Sprungschanze“ gebildet, die entfernt werden musste. Mit dem Bauausschuss hatte Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann den Auftrag für 13 000 Euro an eine Firma vergeben. Der Rat stimmte der Eilentscheidung zu.
Poller zur Verkehrsberuhigung
Die Verkehrssituation in der Oberauerbacher Straße soll sich entspannen. Dem Antrag der CDU wurde zugestimmt, dass an der Ausfahrt der Bogenstraße Poller aufgestellt werden. Gegenüber der Apotheke und zur Tränkegasse hin sollen Verkehrsspiegel für bessere Sicht sorgen. Die Eltern der Schulkinder hatten an der Bushaltestelle einen Zebrastreifen angeregt. Den Wunsch will der Ortschef an die entsprechenden Stellen weiter leiten.
Aldi erweitert Verkaufsfläche
Im Gewerbegebiet „Am Bahnhof“ plant der Discounter Aldi, die Verkaufsfläche zu erweitern. Allerdings soll nicht angebaut, sondern 120 Quadratmeter der Lagerfläche genommen werden. Bei einer Enthaltung wurde dem vereinfachten Verfahren für den Bebauungsplan zugestimmt.
Kirche und VT erhalten Zuschuss
Für eine Freizeit, die im März stattgefunden hat, bekommt die Junge Kirche St. Laurentius 353 Euro Zuschuss. Die VT erhält für die Anschaffung eines Sprungbretts und einer Landematte 120 Euro.
Weiteres Grün auf Friedhof
Die Gestaltung des Eingangsbereichs vom Friedhof wird in Eigenleistung erfolgen. Geplant sind rechts der Leichenhalle eine Pflasterung sowie eine Bepflanzung mit Bodendeckern und Bäumen.
Neue Bäume ersetzen gefällte
Die Bepflanzung in der Ortsdurchfahrt muss teilweise erneuert werden. Einige Bäume mussten gefällt werden, informierte Bärmann. Zwölf neue müssen gekauft und gepflanzt werden. Da der Rat mit 15 000 Euro Kosten rechnet, soll die Sache ausgeschrieben werden, es wird auf Anwuchsgarantie bestanden. rnk