Kreis Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Contwig: Landwirte protestieren bei Klöckner-Besuch

Die Landwirtschaftsministerin und die Landwirte sprachen kurz über Milchpreise, Grundwasserschutz und Pflanzenschutzmittel.
Die Landwirtschaftsministerin und die Landwirte sprachen kurz über Milchpreise, Grundwasserschutz und Pflanzenschutzmittel. Foto: Moschel

Noch bevor Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag die Turn- und Festhalle in Contwig für einen Wahlkampftermin betreten hatte, stellte sie sich den Fragen von Landwirten, die vor dem Halleneingang mit Transparenten auf ihre Situation aufmerksam machten.

Christian Kau, Landwirt vom Stockbornerhof, hatte seine ganze Familie mitgebracht. Ihn treibt vor allem das Höfesterben um. Seinen Angaben zufolge mussten in den letzten knapp 30 Jahren mehr als die Hälfte der Bauern ihren Betrieb einstellen. „Vor allem die Familienbetriebe sehen sich von der Politik im Stich gelassen“, sagte Kau. Seinem Sohn könne er es unter den momentan herrschenden Bedingungen nicht empfehlen, einmal den elterlichen Hof zu übernehmen.

Frank Storck, Geschäftsführer des Maschinenrings und Landwirt aus Weselberg, stört es, dass derzeit „viel über Landwirtschaft gesprochen wird, aber nicht mit den Landwirten“. Landwirte betreiben laut Storck Landschaftspflege, es ist aus seiner Sicht eine schlechte Entwicklung, wenn die Bauern etwa für das Bienensterben verantwortlich gemacht würden.

Klöckner nahm sich einige Augenblicke Zeit, begrüßte die rund ein Dutzend Köpfe zählende Schar von Aktivisten per Handschlag. Nach einigen Worten über Milchpreise, Grundwasserschutz und Pflanzenschutzmittel zog Klöckner weiter, versprach aber, sich der Anliegen der westpfälzischen Landwirte anzunehmen. „Bitte lassen Sie mir über die Landrätin ihre Kontaktdaten zukommen“, sagte Klöckner.

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