Kreis Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Contwig: Erste Klasse muss wegen Schimmelpilzen vorerst nach Stambach

Die Grundschule Contwig (im Hintergrund) brauchte einen zusätzlichen Klassensaal. Das Foto entstand im April beim Spatenstich fü
Die Grundschule Contwig (im Hintergrund) brauchte einen zusätzlichen Klassensaal. Das Foto entstand im April beim Spatenstich für den neuen Kindergarten.

Eine erste Klasse der Grundschule Contwig wird vorerst nicht wie vorgesehen in einem ehemaligen Turnraum untergebracht, sondern zunächst in Stambach unterrichtet. Grund sind Schimmelpilzsporen. Das teilte die Verbandsgemeindeverwaltung Zweibrücken-Land mit.

Nachdem sich abzeichnete, dass im neuen Schuljahr für die Grundschule Contwig mit den Standorten Stambach und Contwig ein zusätzlicher Klassensaal benötigt wird, habe die Verbandsgemeindeverwaltung im Frühjahr mit den Vorbereitungen zur Sanierung des ehemaligen Turnraumes begonnen. Hier soll eine dritte erste Klasse einziehen. Zunächst habe man mit Schule, Elternvertretung, Schulbehörde und Bauabteilung abgeklärt, ob der Raum geeignet ist, schreibt Büroleiter Karl-Heinz Brügel. Zwar habe es in zurückliegenden Jahren im Unterschoss Probleme mit Feuchtigkeit gegeben, weshalb der Raum auch seit Fertigstellung der Schulturnhalle in Stambach nicht mehr als Turnraum genutzt wurde. Aktuell habe es jedoch keinerlei Anzeichen auf Schimmelbefall gegeben. Der Raum sei in den Sommerferien umfassend saniert worden. Wegen der Vorgeschichte sei er nach Abschluss der Bauarbeiten durch ein unabhängiges Fachbüro begutachtet worden.

Gutachter: Für Erwachsene wäre es in Ordnung, solange regelmäßig gelüftet wird

Das Büro Dr. Marx GmbH aus Spiesen-Elversberg habe Anfang August die Raumluft gemessen. Es fanden sich im Vergleich zur Außenluft erhöhte Gehalte an Sporen zweier Arten von Schimmelpilzen: Chaetomium und Stachybotrys. Alle anderen Werte seien unauffällig. „Das Büro sieht im untersuchten Klassenzimmer – aufgrund der moderaten Belastung der Raumluft mit Schimmelpilzsporen – keine unmittelbare gesundheitliche Gefährdung für gesunde erwachsene Personen – eine angemessene regelmäßige Lüftung vorausgesetzt“, erläutert Brügel. Da es sich jedoch um einen von Kindern besuchten Klassenraum handelt, empfehle das Büro vorsorglich, den Raum vorerst nicht als Klassensaal zu nutzen und eine Fachfirma mit der Reinigung der Luft und der Wände zu beauftragen.

Raum erst nutzen, wenn die Werte unbedenklich sind

Die Verwaltung habe dieses Ergebnis noch am Freitag an die Schulleitung weitergegeben und mit dieser abgestimmt, die vorgesehene Schulklasse zunächst provisorisch im Schulgebäude in Stambach unterzubringen. Gleichzeitig seien bereits Firmen kontaktiert, um die vorgeschlagenen Reinigungsmaßnahmen in den nächsten Tagen durchzuführen. Danach werde die Raumluft wieder gemessen, und der Raum werde erst genutzt, wenn die Werte unbedenklich sind, versichert die Verwaltung.

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