Kreis Südwestpfalz Chihuahua-Welpen sind gesund

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Die 14 Chihuahua-Welpen aus Ungarn, die am Samstag bei einer Kontrolle auf einem Rastplatz der A6 bei Bruchmühlbach-Miesau von der Polizei beschlagnahmt worden waren (wir berichteten am Montag), sind offenbar in einem weitaus besseren Zustand als zunächst gedacht. „Alle Welpen sind gesund und munter“, teilte das Veterinäramt der Kaiserslauterer Kreisverwaltung auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.

Die Polizeidirektion Kaiserslautern hatte in ihrer Pressemitteilung vom Samstag berichtet, die in einem Auto entdeckten Tiere seien noch keine drei Wochen alt, eventuell unterernährt und dehydriert. Da die Händler Impfpässe „mit gefälschten Eintragungen“ vorlegten, ging die Funkstreife von einem Fall von illegalem Welpenhandel aus und schaltete das Kreisveterinäramt ein. Nachdem sie von dort telefonisch grünes Licht erhalten hatten, übergaben die Beamten die Hundebabys an die Tierrettung und eröffneten gegen die Händler ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. „Bei der Einschätzung der Beamten, es handele sich um sehr junge, unterernährte und dehydrierte Welpen, handelte es sich um einen ersten Eindruck“, rechtfertigte Christiane Lautenschläger, Sprecherin des Polizeipräsidiums Westpfalz, gestern auf RHEINPFALZ-Nachfrage das Vorgehen der Funkstreife. Die hinzugerufene Tierrettung habe diese Einschätzung geteilt. „Auch die Leute von der Tierrettung hatten den Eindruck, dass etwas nicht stimmt. Und wenn ein solcher Verdacht besteht, haben wir die Pflicht, etwas zu unternehmen“, so Lautenschläger. Nach der Untersuchung der Welpen am Montag stellte sich der Fall ganz anders dar: Laut Kreisveterinäramt kam die Tierärztin des Lauterer Tierheims zu dem Ergebnis, dass alle 14 Welpen gesund und munter seien. „Es konnten keine Anzeichen einer Dehydrierung oder Unterernährung festgestellt werden. Bei allen Welpen waren die Milchzähne vorhanden. Ihr Entwicklungszustand entsprach den Angaben der Geburtsdaten in den vorliegenden Impfpässen, so dass die Welpen mindestens 15 Wochen alt sind“, teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung mit. „Alle Welpen waren korrekt geimpft, unter anderem gegen Tollwut.“ Die Vorgaben des Tierseuchenrechts hinsichtlich des Transports von Welpen innerhalb der EU seien erfüllt. Fazit: „Der Transport am 5. März war somit rechtskonform.“ Die Welpen seien drei Würfen zuzuordnen, die aus der Zucht einer privaten Züchtergemeinschaft stammen, die sowohl in Ungarn wie auch in Frankreich, wo die Welpen hingebracht werden sollten, ansässig sei. Da sich die Vorwürfe nicht bestätigt hätten, können die Welpen „nach ihrem Aufenthalt im Tierheim Kaiserslautern, der vor allem der Erholung der Welpen vom Stress der vergangenen Tage diente“, zu ihrem ursprünglichen Bestimmungsort gebracht werden, so die Kreisverwaltung weiter. Vor der Abfahrt hätten die Veterinärinnen die Transportboxen der Welpen sowie die geplante Futter- und Wasserversorgung „vorsorglich überprüft“, hieß es weiter. Die Polizei rückt hingegen nicht ganz von ihrer ursprünglichen Einschätzung ab: „Die Zweifel an der Richtigkeit der mitgeführten Dokumente bestehen immer noch. Die polizeilichen Ermittlungen hierzu dauern an“, ließ die Pressestelle verlauten. Auch der artgerechte Transport der Tiere über eine Strecke von 1400 Kilometern werde von Fachdienststellen geprüft. (oef)

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