Waldfischbach-Burgalben
Caritas-Altenheim schließt Ende August
Der Caritas-Verband bestätigte auf RHEINPFALZ-Nachfrage den Schließungstermin Ende August. Das Bistum Speyer wolle den Gebäudekomplex ins Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung des Geistlichen Zentrums auf dem Rosenberg einbeziehen, das auf Bistumsseite, wie mehrfach berichtet, bereits seit einigen Jahren läuft. Ursprünglich war geplant, das Altenheim bereits Ende März zu schließen. Bedingt durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen wurde die Schließung um ein halbes Jahr verschoben.
Bewohnern wurden Plätze in anderen Einrichtungen des Caritas-Verbandes oder Heimen anderer Träger angeboten. Von den ehemals 77 Bewohnern des Rosenbergs haben 45 einen Vertrag mit dem neuen Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus in Landstuhl abgeschlossen, das zwischenzeitlich fertiggestellt wurde. Die übrigen Bewohner haben Angebote in Einrichtungen in Pirmasens, Rodalben und Thaleischweiler-Fröschen angenommen. Allen vormalig 65 Mitarbeitern – aktuell sind es noch 50 – wurde angeboten, nach der Schließung des Hauses in anderen Caritas-Einrichtungen, zum Beispiel in St. Nikolaus, zu arbeiten.
Lage hat Nachteile
Im vergangenen Sommer hatte der Caritas-Verband mitgeteilt, dass das Altenzentrum schließt. Grund sind bauliche und brandschutztechnische Probleme, die Investitionen in Millionenhöhe erforderten. Damals war eine weitere Nutzung der Immobilie auf Maria Rosenberg für die Altenhilfe noch ein Thema, die Schließung nicht endgültig. Vorschläge sollten geprüft werden. Die Prüfung ist abgeschlossen. Ergebnis: Es gibt kein tragfähiges Konzept, weshalb der Caritas-Verband von einer weiteren Nutzung absieht.
Die Entscheidung hat mehrere Gründe. Bei der Prüfung kristallisierte sich heraus, dass die Immobilie nicht geeignet ist, um zeitgemäße Pflege- und Betreuungskonzepte anzubieten, die an aktuellen Standards der Pflegewissenschaft orientiert sind, erläutert der Caritas-Verband. So erschwere es die abgeschiedene Lage auf dem Rosenberg, abseits des Dorfzentrums, die Bewohner des Seniorenzentrums in das Gemeinwesen einzubinden. Die steile Hanglage des Hauses ist ein Nachteil, da sie der Mobilität der Bewohner enge Grenzen setzt. Auch wenn die Nähe zum Geistlichen Zentrum auf Maria Rosenberg für viele ein wichtiger Punkt sei, konnte das Angebot die fehlende Teilhabe am übrigen Geschehen im Ort nicht ausgleichen. Zumal sich die Tagungen und Veranstaltungen des Geistlichen Zentrums in der Regel an andere Zielgruppen richten.
Caritas verzichtet
Erschwert wurden Pläne des Caritas-Verbandes durch die Absichtserklärung von Werner Bennewart aus Waldfischbach-Burgalben, der im vergangenen Herbst mitteilte, gemeinsam mit einer Investorengruppe ein Alten- und Pflegeheim in zentraler Lage im Dorf zu bauen – auf dem Gelände, das derzeit vom Bauhof genutzt wird. Ein Komplex aus mehreren Gebäuden ist geplant, der die Betreuung von 200 Bewohnern ermöglichen soll. Die Gemeinde Waldfischbach-Burgalben hat zuletzt der Aufstellung des Bebauungsplanes zugestimmt.
Damit ist für den Caritas-Verband der Diözese Speyer klar, dass für Senioren aus dem Ort und der näheren Umgebung ein modernes Betreuungs- und Pflegeangebot geschaffen werden soll. Auch vor diesem Hintergrund kam der Verband zum Entschluss, auf eine weitere Nutzung der Rosenberg-Immobilie zu verzichten.
Am 1. April 2012 hatte die Caritas das bis dahin unter dem Dach des Bischöflichen Stuhls befindliche Seniorenheim auf Maria Rosenberg übernommen. Zeitgleich übernahm das Jugendwerk St. Josef die Trägerschaft für die Kinder- und Jugendhilfe auf Maria Rosenberg.