Contwig
Björn Bernhard zu Contwiger Schule: „Lieber mehr Geld in die Hand nehmen und richtig machen“
Die Grundschule in Contwig sanieren oder neu bauen? Oder lieber am Gebäude in Stambach anbauen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie es mit der Schule weitergehen könnte, nachdem sie wegen des Schimmels im Keller gesperrt wurde. Elternsprecher Markus Heinrichs und der künftige Verbandsbürgermeister Björn Bernhard, gleichzeitig CDU-Sprecher im Verbandsgemeinderat, sind sich einig: Eine schnelle Lösung muss her – auch für die Übergangszeit.
Seit November ist sie nun gesperrt, die Contwiger Grundschule – wegen Schimmelsporen im Keller. Einige Klassen konnten im Stambacher Gebäude der Grundschule untergebracht werden. Die Erstklässer kamen im Rathaus unter – zunächst im Obergeschoss, dann in der Bücherei – und sind jetzt auch in Stambach. Die beiden dritten Klassen zogen zu Jahresbeginn in die Contwiger Gesamtschule. Dort können sie zumindest bis Ende des Schuljahres bleiben. Doch was passiert danach?
Elternsprecher: „Die Zeit drängt“
Wenn es nach Schulelternsprecher Markus Heinrichs geht, sollten Container als Übergangslösung her. „Ich bin mir sicher, in den nächsten drei Jahren wird ein Neu- oder Umbau nicht fertig“, sagt er. Er sei aber froh, dass das Architekturbüro Grub mit ins Boot geholt wurde und dass es jetzt voran geht. „Aber die Zeit drängt, Container stehen auch nicht morgen“, ergänzt er. Und für die Containerlösung benötige es zunächst einen Beschluss des Verbandsgemeinderats.
Als Standort für die Container bevorzugt Heinrichs das Schulgelände in Stambach. Der alte Fußballplatz hinter der Schule sei weit genug entfernt, Baulärm bei einem Um- oder Anbau sei dort also kein Problem. So würde es auch keine zwei Standorte der Grundschule mehr geben, die er ohnehin für unnötig halte: Er habe mit vielen Eltern gesprochen, nicht einer sei gegen Stambach als einzigen Standort für die Grundschule. „Stambach, Contwig: Wir sind eine Gemeinde“, sagt der Elternsprecher.
Wichtig sei den Eltern eher, dass endlich Gewissheit herrsche und eine logische Entscheidung getroffen werde, wie es Heinrichs ausdrückt. „Wir haben ja das Problem, dass für die Renovierung im Haushalt nur 100 000 Euro eingeplant sind – obwohl man vorher wusste, dass das niemals reichen wird“, ärgert er sich. Laut Gutachten würde eine Renovierung aber mindestens 270 000 Euro kosten. Für Heinrichs ein weiteres Argument für die Container.
Auch der neue Bürgermeister ist für eine Übergangslösung mit Containern
Auch Björn Bernhard, ab Juni Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, spricht sich für diese Übergangslösung aus: „Wenn wir heute anfangen, irgendwo anzubauen, umzubauen oder neu zu bauen, ist das morgen nicht fertig.“ Wie es mit dem Gebäude in Contwig weitergehen soll, könne er noch nicht sagen. „Ich habe bisher nur das Gutachten bekommen, weitere Infos habe ich nicht“, sagt Bernhard. Doch wenn jede Menge Geld in eine Sanierung investiert werden müsste, würde er „lieber mehr Geld in die Hand nehmen und die Sache richtig machen“. Die Zukunft liege in den Kindern, Schulen seien also nicht der richtige Punkt, um zu sparen. Er geht davon aus, dass es deutlich mehr als 300 000 Euro kosten wird, die Contwiger Schule zu renovieren und zu modernisieren. „Dann lieber ein Neubau oder ein Anbau an der Stambacher Schule“, sagt der künftige Bürgermeister. Vielleicht könne das alte Gebäude in Contwig ja sogar noch genutzt werden, bis ein Anbau fertig ist, überlegt er. Das müsse aber natürlich erst geprüft werden.