Kreis Südwestpfalz „Baurecht für den Anschluss ist eine Riesenleistung“

Auf der A 62 bei Weselberg (im Hintergrund zu sehen) wird derzeit der Asphalt abgefräst.
Auf der A 62 bei Weselberg (im Hintergrund zu sehen) wird derzeit der Asphalt abgefräst.

Ende 2018 soll die sanierungsbedingte Vollsperrung der A 62 beendet und zugleich der Autobahnanschluss Höheinöd fertig sein. Details dazu erläuterten Goran Dakovic vom Autobahnamt Montabaur, das für die Sanierung zuständig ist, und Volker Priebe, der stellvertretende Leiter der Kaiserslauterer Dienststelle des Landesbetriebs Mobilität (LBM), der den Autobahnanschluss baut, am Dienstag bei einer Einwohnerversammlung im Bürgerhaus Höheinöd.

„Dass wir das in so kurzer Zeit geschafft haben, ist klasse“, sagte Orts- und Verbandsbürgermeister Lothar Weber, und auch Priebe unterstrich: „Wir haben Baurecht für den Anschluss, eine Riesenleistung.“ Das Baurecht wurde binnen zwei Jahren erlangt. Möglich sei das gewesen, weil alle an einem Strang gezogen hätten. Die Träger öffentlicher Belange und die Grundstücksbesitzer, die bereit waren, ihre Flächen für die Bauwerke respektive für benötigte Umleitungsstrecken zur Verfügung zu stellen. Damit sei es gelungen, ein Planfeststellungsverfahren zu vermeiden. Hätte es das gebraucht, hätte man realistischerweise zehn Jahr einplanen müssen, um Baurecht zu bekommen, sagte Priebe. Dakovic erläuterte die laufende Sanierung der A 62, die auf 15,85 Kilometer Länge in drei Abschnitten vorgenommen wird. 16 Brückenbauwerke liegen in diesem Abschnitt. Teils werde parallel daran gearbeitet. So werden derzeit an der Schwarzbachtalbrücke Vorbereitungen getroffen. Die Arbeiten an der Brücke seien der Grund dafür, dass die Autobahn im gesamten Ausbaubereich voll gesperrt werden musste, obwohl der Schwerpunkt zunächst im ersten Abschnitt zwischen Bann und Weselberg liegt. Die Rodungsarbeiten laufen noch bis Ende Februar. Im ersten Bauabschnitt sei mit den Fräsarbeiten an der Strecke begonnen worden, berichtete Dakovic. Spiele die Witterung mit, wird von Januar bis August am Abschnitt eins zwischen Bann und Weselberg gearbeitet und ab August bis Jahresende am Abschnitt zwischen Weselberg und Thaleischweiler-Fröschen. Dabei verbreitert das Autobahnamt auch gleich die Straße für die neuen Anschlüsse von Höheinöd. Die Anschlüsse selbst baut der LBM, für 3,5 Millionen Euro, sagte Priebe. 81 Prozent der Kosten trägt der Bund, 19 Prozent das Land. Den Kreisel von Thaleischweiler kommend, der die westliche Autobahnanbindung herstellt, auf einen Radius von 40 Metern auszuweiten kostet 1,15 Millionen Euro. Gebaut wird noch die Tangente, die Kreisel und Autobahn verbindet. Am Ende werden von diesem Kreisel fünf Arme abzweigen. Die Fahrbahn ist 7,50 Meter breit. Neu gebaut wird der östliche Autobahnanschluss in Höhe der Brücke über die K 24 nach Waldfischbach-Burgalben. Hier laufen erste Vorbereitungen für den Bau eines sechsarmigen Kreisels mit gleichfalls 40 Metern Durchmesser. Kostenpunkt: 2,4 Millionen Euro. Firmen müssen Angebote für die Arbeiten – bei der Ausschreibung sei darauf hingewiesen worden, dass an beiden Kreiseln zeitgleich gearbeitet werden muss – bis 1. März abgeben, sagte Priebe. Da der Landkreis involviert sei, müssten die Arbeiten noch im März vergeben werden. Geplanter Baubeginn ist Anfang April. Die Bauzeit soll sieben Monate betragen, sodass Anschluss und Sanierung der Autobahn zeitgleich Ende des Jahres beendet werden. An der Autobahn seien eventuell im ersten Quartal 2019 noch einige Restarbeiten notwendig, die dann mithilfe einer Ampel erledigt werden können, so Dakovic. Während der sieben Monate Bauzeit wird die K 24 zwischen Höheinöd und Waldfischbach-Burgalben voll gesperrt. Der Verkehr wird über Hermersberg und Thaleischweiler-Fröschen umgeleitet. Gesperrt wird auch die Bitscher Straße, die parallel zur Autobahn verläuft. Die dortigen Gewerbebetriebe sind aber über mehrere Zufahrten erreichbar. Wie wichtig der Anschluss für die Entwicklung von Höheinöd sei, habe sich bereits 2017 gezeigt, sagte Weber. Die Einwohnerzahl stieg, die Nachfrage nach Bauplätzen und Häusern habe angezogen. Da sich die Idee des zweiten innerörtlichen Baugebiets zerschlagen hat, weil die Eigentümer die Fläche landwirtschaftlich nutzen wollen, will die Gemeinde am Ortsrand in Richtung Weihermühle einige Bauplätze ausweisen.

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