Contwig Bald Parkbuchten vor dem Ärztehaus
Die Tränkgasse in Contwig ist sehr schmal. Wenn dort Autos parken, komme kein Verkehr mehr durch, begründete Bürgermeisterin Nadine Brinette am Donnerstag die Parkverbotsregel. Die Tränkgasse führt von der Hauptstraße in Richtung Tal und ist der direkte Weg zu den Verbandsgemeinde-Werken. Die CDU-Fraktion brachte die Idee ein, zusätzlich zum Parkverbot in der Tränkgasse auch noch Tempo 30 in der Bogen- und in der Storchengasse einzuführen. David Betz (SPD) schloss sich diesem Vorschlag an und erinnerte daran, dass es vor einiger Zeit die Idee gegeben hatte, an allen Hauptstraßen-Abzweigungen in Wohngebiete rote Linien auf die Straße zu pinseln. „Das würde den Verkehr auch schon bremsen“, so Betz.
Nadine Brinette hält es in engen Wohnstraßen generell für ein Problem, wenn dort immer mehr Autos parkten: „Die Flut von Autos. Wir wissen gar nicht mehr, wohin damit.“ Bei einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat das dauerhafte Parkverbot in der Tränkgasse.
Verzicht auf Verkehrsspiegel
Dagegen lehnte das Gremium den Einbau von Verkehrsspiegeln an den Einmündungen Maßweiler-/Pirmasenser Straße und Kleine Berg-/Pirmasenser Straße ab, den Anwohner gefordert hatten. Was den Spiegel an der Maßweiler Straße betrifft, sagte die Bürgermeisterin, dass der Bauausschuss diesen Vorschlag schon im Vorfeld der Gemeinderatssitzung abgelehnt hatte. Die Sicht an der Einmündung werde nicht durch die Straßenführung genommen, sondern von wild parkenden Autos.
Beschlossen wurde aber die Einführung von Tempo 30 in der Fasaneriestraße. Zudem werden in der Gutenbrunnenstraße vor dem Ärztehaus vier Parkbuchten und ein Schwerbehinderten-Parkplatz auf einer Seite des Gehweges angelegt. Das Parken wird dort auf maximal zwei Stunden begrenzt, um Dauerparken zu verhindern. Auf der Straßenseite, die den neuen Parkbuchten gegenüberliegt, wird ein Parkverbot ausgeschildert.
Tempotafel vor Kindergarten Bergstraße
Tempomessungen hätten ergeben, dass die meisten Autofahrer sich vor dem Kindergarten in der Bergstraße an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit halten. Deshalb werden dort nun doch keine Bodenschwellen in der Fahrbahn eingebaut. Allerdings hat der Rat nun den Kauf einer weiteren mobilen Tempotafel beschlossen. Die kann vor dem Kindergarten angebracht werden, bei Bedarf aber auch an anderen Stellen im Dorf. David Betz regte an, dass die Gemeinde in einem Elternbrief an die Geschwindigkeitsbegrenzung vor dem Kindergarten erinnert. „Dort wurden 74.000 Autobewegungen gemessen. Die meisten sind Eltern, die wenigsten werden Kirchgänger sein“, stellte Betz fest.
Herbert Sefrin (FDP) mahnte an, dass bald auch in der Maßweiler Straße eine Tempotafel installiert werden müsse, wenn dort der Kindergarten seinen Betrieb aufnimmt.