Kreis Südwestpfalz Bald hat er mehr Zeit fürs Dorf
Der Lambsborner Bürgermeister Rudi Molter ist nicht nur beruflich als Feuerwehrmann rot, sondern auch politisch als Mitglied der SPD, der er im 100 Jahre alten Ortsverein seit 43 Jahren die Treue hält. Der 63-Jährige tritt bei der Kommunalwahl erneut an.
ist seit 40 Jahren hauptberuflich bei der US Airbase Ramstein Feuerwehrmann. Seine 45 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr will er nächstes Jahr voll machen. Über 30 Jahre wirkt er im Katastrophenschutz des Landkreises mit. Seit 14 Jahren steht der gebürtige Lambsborner dem Kreisfeuerwehrverband Kaiserslautern vor. Bei der Wehr habe er die Tugenden Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Verantwortung eingeübt. In der Kommunalpolitik sollten diese zur Anwendung kommen, findet Molter. Dieses Jahr geht er in Rente. „Dann habe ich mehr Zeit, um mich um den Ort und die Bürger zu kümmern“, streicht er heraus. Seit 2009 ist er Bürgermeister. Er möchte zusammen mit den Ratsmitgliedern das Begonnene zu Ende führen. „Ein Neuer müsste sich erst einmal arbeitsintensiv einarbeiten“, findet er. Für eine dritte Kindergartengruppe habe der zwölfköpfige Ortsgemeinderat nun die Voraussetzung geschaffen, indem durch eine neue Heizung Platz geschaffen wurde, freut sich Molter. Der Neubau des Feuerwehrhauses neben dem Friedhof soll dieses Jahr fertig werden. Aktuell anstehen würden die Sanierung des Friedhofs und der Bau eines Bushäuschens Richtung Bechhofen. Ein Plus für seine politische Arbeit sei die gute Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung. Seit 15 Jahren ist er im Verbandsgemeinderat Bruchmühlbach-Miesau, und er ist Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und im Werkausschuss. Molter: „Hobbys kann ich mir nicht leisten.“ Zur Entspannung gehe er gerne wandern. Die waldreiche Umgebung biete dazu viele Möglichkeiten. Jedes Jahr fahre er mit einer Wandergruppe länger weg, zum Beispiel nach Österreich ins schöne Zillertal. Molter ist verheiratet. Die drei Enkel des Sohns sind im Ausland. Als Ersatz habe er die Kindergartenkinder. Wenn er kommt, hätten die Erzieherinnen keine Chance: „Rudi! Rudi!“, riefen sie bis er alle begrüßt hat.