Hinterweidenthal / Hauenstein
B10-Ausbau: Im Sommer soll Trassenführung feststehen
Beim weiteren vierspurigen Ausbau der Bundesstraße ist für die Strecke zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein eine Abstimmung der künftigen Trassenführung mit dem Bund erforderlich. Im Gespräch sind seit Ende 2017 die Varianten Bestandstrasse, Südtrasse (mit Erhalt des Gasthofes Frauenstein) und die (bisher kostengünstigste) Variante mit einer Bündelungstrasse, die teilweise auf der bestehenden B10 verläuft, dann nach Süden schwenkt und an der Felsnase wieder auf die B10 trifft. Über die Trassenführung entscheidet letztlich das Bundesverkehrsministerium. Danach erst beginnt die Detailplanung. Das heißt: Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren können erstellt und die Einleitung des Verfahrens kann beantragt werden.
Genehmigung der Trasse voraussichtlich im Sommer
Gefehlt hatte zuletzt eine Umweltverträglichkeitsstudie, die für den Variantenvergleich notwendig war. Diese Studie liegt seit Dezember vor. Danach wurde das weitere Vorgehen zwischen dem Landes-Ministerium und dem ausführenden Landesbetrieb Mobilität (LBM) abgestimmt, wie das Ministerium in Mainz auf Anfrage informierte.
Derzeit liege die Vorplanung dem LBM Kaiserslautern zur Prüfung vor; diese könnte bis Mai abgeschlossen sein. Danach stimmen sich Ministerium, der LBM Rheinland-Pfalz und die Behörde in Kaiserslautern über die Wahl der Vorzugsvariante ab. Dann werde diese ausgearbeitet und könne voraussichtlich im Sommer dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur zur Genehmigung vorgelegt werden, so das Ministerium.
Planungen laufen wie vorgesehen weiter
Die Planungen gehen damit weiter wie vorgesehen voran. In den zurückliegenden Wochen hatten Naturschützer das Thema erneut forciert und gefordert, den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße zu stoppen. Die Bürgerinitiative Queichtal, der Bund Rheinland-Pfalz sowie die französische Umweltorganisation Alsace Nature luden eigens zur digitalen Podiumsdiskussion ein. Und Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz (Bund) sprachen sich für ein – erneutes – Moratorium beim Ausbau der B10 aus.
In der Folge schlug dies auch im Bezirkstag Wellen, wo auf Antrag der Freien Wähler neben der Windkraft auch die B10 vorige Woche auf die Tagesordnung kam. An der bisherigen Linie wird sich dennoch nichts ändern. Der Bezirkstag unterstützte klar die bisherige Linie der Verwaltung, die diese zur Frage der Trassenführung sowie zu Fragen des Natur- und des Lärmschutzes vertreten hat.