Hauenstein B10: Anfrage an Landesregierung
Beim weiteren vierspurigen Ausbau der Bundesstraße ist für die Strecke zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein eine Abstimmung der künftigen Trassenführung mit dem Bund erforderlich. Im Gespräch sind seit Ende 2017 die Varianten Bestandstrasse, Südtrasse (mit Erhalt des Gasthofes Frauenstein) und die (bisher kostengünstigste) Bündelungstrasse, die teilweise auf der bestehenden B 10 verläuft, dann nach Süden schwenkt und an der Felsnase wieder auf die B 10 trifft. Über die Trassenführung entscheidet das Bundesverkehrsministerium. Danach erst beginnt die Detailplanung.
Naturfachliche Untersuchungen wichtig
Für die Entscheidung spielen naturfachliche Untersuchungen eine große Rolle. Dabei geht es etwa um Schadstoffuntersuchungen, um Wildquerungsmöglichkeiten, um Folgen des Ausbaus für Pflanzen- und Tierwelt. Die für Ende August erwarteten Ergebnisse ließen jedoch auf sich warten. Die zahlreich eingeholten Fachgutachten hätten viel Zeit gekostet, hatte Richard Lutz, Leiter des ausführenden Landesbetriebes Mobilität (LBM) dazu erklärt. Denn für den Vergleich aller Trassenvarianten seien noch ergänzende Gutachten eingeholt worden.
Der Hauensteiner Landtagsabgeordnete Christof Reichert (CDU) hat deswegen beim Land nachgehakt. Er will wissen, ob die Umweltverträglichkeitsstudie mittlerweile aktualisiert ist, welches Ergebnis diese Studie gebracht habe, ob sich das Land zwischenzeitlich für eine Vorzugsvariante entschieden habe, ob mittlerweile eine Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium erfolgt sei und wann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden solle.