Hilst RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl: Ein deutlicher Sieg für Philipp Andreas

Fast drei Monate hat der Hilster Beigeordnete Thomas Jung (links) die Amtsgeschäfte geführt, jetzt übernimmt der am Sonntag zum
Fast drei Monate hat der Hilster Beigeordnete Thomas Jung (links) die Amtsgeschäfte geführt, jetzt übernimmt der am Sonntag zum Ortsbürgermeister gewählte Philipp Andreas (rechts).

Einen deutlichen Wahlsieg bei einer herausragenden Wahlbeteiligung feierte am Sonntagabend Philipp Andreas. Mit 113 Stimmen (67,7 Prozent) wurde er zum neuen Ortsbürgermeister von Hilst und Nachfolger des im Sommer zurückgetretenen Michael Ehrgott gewählt.

227 Hilster waren wahlberechtigt, 168 haben ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 74 Prozent. 93 Hilster wählten vorab per Brief, 75 gaben ihre Stimme am Sonntag persönlich im Dorfgemeinschaftshaus ab. Dort hatten sich kurz nach 18 Uhr die drei Kandidaten Philipp Andreas, Martin Kuntz und Alfred Konrad eingefunden. Der 27-jährige Jurist Philipp Andreas war aufgeregt, was auf ihn zukommen wird. Gespannt verfolgten die drei Kandidaten die Auszählung.

Als unter Wahlleiter Thomas Jung, der als Beigeordneter derzeit die Hilster Ortsgeschäfte führt, die Stimmen gezählt wurden, sah es zunächst nicht danach aus, als würde ein Bewerber mehr als die Hälfte der 167 gültigen Stimmen auf sich vereinigen können. Doch der Stapel mit Stimmzetteln für Andreas wuchs zusehends, während das Häufchen für Konrad (13 Stimmen) doch sehr niedrig blieb.

Andreas froh, dass es keine Stichwahl gibt

Das Auszählen dauerte nur kurze Zeit, dann lüftete Jung das Geheimnis und die frohe Kunde verbreitete sich, dass es am dritten Adventssonntag keine Stichwahl gibt. Als er auf Andreas zulief und gratulierte, war auch klar, wer der Sieger ist. Jung gratulierte zum überragenden Ergebnis von 113 Stimmen und der Wahl zum neuen Ortsbürgermeister.

„Ich bin froh, dass es gleich im ersten Wahlgang ausgegangen ist und es zu keiner Stichwahl kommt. Dafür bin ich meinen Wählern dankbar. Auf meine neue Aufgabe freue ich mich. Dazu bin ich gespannt, wie es zukünftig in unserem Ort weitergeht“, sagte Andreas.

Enttäuschter Kuntz geht früh

Erster Gratulant der unterlegenen Kandidaten war Alfred Konrad. „Als Philipp Andreas angetreten ist, sah ich keine Chance für mich. Wäre ich gegen ihn in die Stichwahl gekommen, wäre ich zu dieser nicht mehr angetreten. Von meiner Seite gratuliere ich unserem neuen Ortsbürgermeister und werde als Ratsmitglied unvoreingenommen mit ihm zusammenarbeiten“, sagte er.

Kurz nachdem er Andreas beglückwünscht hatte, verließ der unterlegene Martin Kuntz enttäuscht das Dorfgemeinschaftshaus. Auf telefonische Nachfrage kommentierte er den Ausgang der Wahl: „Ich habe nicht mit der Dummheit der Hilster gerechnet. Die mir gegebenen 41 Stimmen sind schon fast eine Beleidigung.“ Im Gespräch führte Kuntz an, dass er bislang alle Vereine unterstützt habe und zur Stelle gewesen sei, wenn Hilfe benötigt wurde. Persönlich sah er keinen Grund mehr, im Dorfgemeinschaftshaus zu bleiben und die Wahlausschusssitzung abzuwarten. Kuntz sagte enttäuscht: „Den Sekt, den der Wahlsieger ausgegeben hat, kann ich mir selbst leisten“.

„Einigermaßen unvorbereitet“

Bevor der neue Ortsbürgermeister Philipp Andreas mit seinem künftigen Stellvertreter Thomas Jung anstoßen konnte, gratulierte bereits Vinningens Ortschef Felix Kupper. In Anwesenheit seines Trulber Amtskollegen Harald Hatzfeld rief er in die versammelte Runde: „Herzlich willkommen für den neuen Bürgermeister von Hilst. Schön, dass er einen ausgibt!“

Da wich die Nervosität bei Andreas. Er gestand ein, einigermaßen unvorbereitet auf die kommenden Tage zu sein, denn er habe fest mit einer Stichwahl gerechnet. Nachdem es auf Anhieb geklappt habe, freue er sich auf die Zusammenarbeit im Rat zum Wohle aller in Hilst. Nach Möglichkeit soll die Amtseinführung noch in diesem Jahr stattfinden.

Die Wahl war gerade mal 45 Minuten vorüber, da tagte schon der Wahlausschuss und stellte das Ergebnis einstimmig fest. Zwei Wochen lang besteht jetzt die Möglichkeit, gegen das Wahlergebnis Einspruch einzulegen.

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