Kreis Südwestpfalz Ausbau der Ortsdurchfahrt dauert über ein Jahr

Der Ausbau der Kleinsteinhauser Ortsdurchfahrt wird über ein Jahr dauern. Das gab Planer Wilhelm Vatter aus Waldfischbach-Burgalben am Mittwoch in der Anwohnerversammlung bekannt. Wann es losgeht, steht noch nicht fest.
Insgesamt plant der Landesbetrieb Mobilität eine Ausbaudauer von 350 Werktagen inklusive der Samstage. Die Werke benötigen 300 Werktage. Es werde ohne Rücksicht auf die Urlaubszeit und immer mit zwei Kolonnen gearbeitet. Im ersten Bauabschnitt, in dem der Kanal erneuert wird, wird die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt. Danach gebe es Möglichkeiten, die Baustelle innerhalb des Ortes zu umfahren. Während des Ausbaus könne es durchaus sein, dass man sein Grundstück nicht immer befahren kann. Alle Wasserhausanschlüsse im öffentlichen Bereich – bis zur Grundstücksgrenze – werden ausgetauscht. Dafür müssen die Hauseigentümer nichts zahlen. Anders sieht es hingegen mit den Kosten aus, die von der Grundstücksgrenze bis ins Haus zur Wasseruhr entstehen. Alle Leitungen, die aus Stahl sind, sind laut Werkleiter Eckart Schwarz nicht mehr gut und werden durch Kunststoffrohre ersetzt. Betroffen seien 27 Haushalte. Die Kosten werden pauschal für den laufenden Meter berechnet. Mit Erdarbeiten und Mauerdurchbruch fallen knapp 170 Euro an. Übernimmt man Erdarbeiten und den Mauerdurchbruch selbst, kostet der laufende Meter nur 21 Euro. Das Material für die Mauerdurchführung kostet 65 Euro, und ist der Umbau der Messeinrichtung erforderlich, kommen noch mal 360 Euro dazu. Das alles plus sieben Prozent Umsatzsteuer. Jeder Hauseigentümer bekomme Informationen über die notwendigen Maßnahmen und einen Kostenvoranschlag. Wenn die Leitungen sowieso freiliegen, empfiehlt Schwarz den Eigentümern, mal hineinzuschauen und zu überprüfen, ob es eventuelle Beschädigungen durch Wurzeln gibt. Auch die Straßenbeleuchtung muss erneuert werden. Die Abstände zwischen den Lampen seien viel zu groß, informierte Stefan Meiser von den Pfalzwerken. Der Plan sehe 26 Leuchten im Abstand von 40 bis 45 Metern entlang der Straße vor. Auch komme man dem Wunsch der Gemeinde nach, auf der gesamten Länge Erdkabel zu verlegen, um die Leitungen von den Dächern wegzubekommen. Dies entspreche auch den heutigen Stromkriterien, denen man sich anpassen soll. Die Kabelverlegung, inklusive der Hausanschlüsse, kostet die Eigentümer nichts. Zur Breitbandversorgung werden Leerrohre verlegt, in die später einmal Glasfaserkabel eingezogen werden können. Das wird laut Bürgermeisterin Martina Wagner gefördert: 80 Prozent vom Land, ein weiterer Teil vom Kreis. Beim Glasfaserkabel gilt dasselbe wie beim Wasseranschluss: Ab der Grundstücksgrenze zahlen die Hausbesitzer. Über die Höhe lässt sich jetzt noch keine Aussage treffen, da dies von der Anzahl der teilnehmenden Haushalte abhängt, denn es gibt keine Verpflichtung mitzumachen. Klaus Feick aus Battweiler, der dort beim Ausbau der Lindenstraße die Straße in Eigeninitiative an Glasfaser angeschlossen hat, hat aber Erfahrungswerte. Resultierend aus einer Mischkalkulation haben die Teilnehmer in der Lindenstraße ungefähr 650 Euro für einen Anschluss mit Konverter bezahlt. Die Glasfaser ermögliche eine 1200-mal schnellere Versorgung als mit den herkömmlichen Kupferleitungen. Liegen die Leerrohre und die Ausschreibung für private Nutzer ist abgeschlossen, müssen später nur noch die Glasfasern eingeblasen werden. Feick appellierte an die Kleinsteinhauser, den Synergieeffekt zu nutzen. Lege man die Leitungen zu einem späteren Zeitpunkt, lägen die Kosten bei etwa 2000 Euro, schätzt er. Auch Martina Wagner legte den Eigentümern nahe, auf den Zug aufzuspringen. „Unser Ziel ist es ja, wenn der Bürgersteig wieder hergestellt ist, dass er die nächsten 20 Jahre nicht mehr aufgerissen wird.“ Zudem sei die Breitbandversorgung eine Aufwertung für die Grundstücke. |xkn